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Destillircn.
welcher, wie in Fig.21., das Ableitungsrohr ausging; hier-durch gewann man so viel, dafs alles im Helme conden-sirte in diese Rinne herabflofs, und da diese etwas gegendas Ableitungsrohr geneigt war, so konnte es dadurch ab-fliel’sen, statt in den Kessel zurückzugehen. — Man hatnun gefunden, dafs der Helm gar nicht grofs zu sein unddarin gar keine Condensirung vor sich zu gehen braucht;man macht ihn datier jetzt entweder sehr klein, oder mannimmt nur ein gebogenes kupfernes Rohr, welches mit sei-nem weiteren Ende genau in die Kesselöffnung, und mitdem kleineren genau in den Kühlapparat pafst, wie Taf. II.Fig. 1. Im Allgemeinen darf ein so gestalteter Helm nichtzu klein sein; je weiter seine untere Oeffnung ist, um sobesser, weil er dann den nachdringenden Dämpfen um sogeringeren Widerstand leistet, und die abkühlende Oberflä-che auf einem weiteren Rohre relativ zur Menge der durch-gehenden Dämpfe geringer ist, als auf einem schmäleren.
c. Der Kü/dappaj-at ist derjenige Theil, in welchemdie Dämpfe zur Flüssigkeit condensirt werden. Bei denälteren Kesseln bestand er nur in geraden Röhren, diedurch ein mit Wasser und Eis gefülltes hölzernes Gefäfsgingen, gewöhnlich zwei oder drei, je nachdem der Helmmit zwei oder drei Ableitungsrohren versehen war. DerWeg, den hier die Dämpfe zu durchlaufen hatten, warsehr kurz, und diefs machte die Destillation zu den Zeitenim Jahre, wo man sich kein Eis verschaffen konnte, ohnegrofsen Verlust nicht möglich, da ein grofser Theil derDämpfe unverdichtet durch das Rohr hindurchging. Manänderte daher die Form so ab, dals man statt 3 einzelnerRohre nur ein einziges nahm, das aber wenigstens 5 mal,und öfters noch vielmals darüber, spiralförmig gewundenwar und nach unten beständig schmäler wurde, wie Taf. II,Fig. 2. zeigt. Dieses gewundene Rohr wurde nun in dasKühlfafs eingesetzt und mit Wasser umgeben. Es wardiefs eine sehr grofse Verbesserung, die auch jetzt nochallgemein im Gebrauch ist. Ihre Vortheile bestehen in ei-ner vollständigen Abkühlung und in der Leichtigkeit, wo-mit man den Apparat reinigen kann; allein er ist schwer