Destilliren.
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der Geräumigkeit des Kessels und der Menge bestimmtwurde, die damit, in beständigem Gang ihn gedacht, ge-brannt werden konnte, so wurde es natürlicherweise für denBrenner von noch gröfseremGewinn, wenn er bei demselbenKesselinhalt seine Production verdoppeln konnte; und mankönnte fast sagen, dafs auf diese Weise die Branntweinsteuerdie Ursache der Vervollkommnung des Brennapparates ge-worden sei. Mehreremit den wissenschaftlichen Grundsätzenwohl vertraute Branntweinbrenner in Schottland machtendeshalb Versuche, Destillationskessel zu construiren, die inder kürzesten Zeit die gröbste Menge Branntwein liefernwürden, und brachten es dahin, dafs sie bei Anwendungvon Kesseln, die 20 bis 30mal so weit als hoch waren,200 bis 400 mal in 24 Stunden brennen, und dadurch einvielmal gröfseres Quantum Branntwein, als mit anderengleich hoch besteuerten Kesseln von der älteren unvor-theilhaften Form, gewinnen konnten. Diese flacherenKessel sind unter dem Namen der schottischen Kessel be-kannt. Ihr Gebrauch wurde in Schweden im Jahre 1S05eingeführt, allein anfangs von der Regierung, wegen derSteuerveruntreuung, verboten. — Hinsichtlich der Form desKesselbodens kommt man nun darin ziemlich überein, dafsein, wie Fig. 19., nach Innen convexer Boden vortheilhaf-ter ist, als ein ganz ebener oder in entgegengesetzter Rich-tung convexer.
b. Der Helm ist noch häufigeren Veränderungen un-terworfen gewesen. Die vor ungefähr 30 bis 40 Jahrenin Schweden gebräuchlichen hatten die Form wie Fig. 20.Von dem oberen Rande des Helmes gingen zur Ableitungder Dämpfe 3 kurze Röhren aus, von denen in der Figurnur die eine sichtbar ist. Dieser Apparat hatte den gro-fsen Fehler, dafs die grofse Oberfläche des Helms von derLuft abgekühlt, und auf demselben viel von den beimKochen gebildeten Dämpfen condensirt wurde und in denKessel wieder zurückflols, wodurch die ganze Operationverlangsamt wurde. Nachdem man diesen Uebelstand be-merkt hatte, veränderte man die Form des Helms, undbrachte rund um den Hals herum eine Vertiefung an, aus