Destilliren.
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za machen und noch schwerer zulöthen, wenn er un-dicht geworden ist. Diese Umstände veranlagten nochfernere Untersuchungen, ob sich nicht eine eben so gute,aber leichter darstellbare Kühlgeräthschaft auffinden lasse.Eine solche wurde 1790 vom Bergrathe Norberg erfun-den, welcher auf die Verfertigung dieser Kühlgeräthschaftein ausschliefsliches Privilegium bekam. Norberg’s Kühl-apparat bestand aus einem dünnen, hohlen Parallelepipe-dum, oder einem sehr schmalen, zwischen 2 breiten und 4sehr schmalen Seiten eingeschlossenen Raum, Taf. II. Fig. 3.,der in das Kühlfafs eingesetzt und mit Eis oder Wasserumgeben wurde. Ehe aber noch diese Erfindung allge-meines Zutrauen gewonnen hatte, erfand der Baron Gäddaeine andere, noch bessere Kühlgeräthschaft, welche Er-findung er der Kupferschmieds - Innung zur freien Be-nutzung überliefs ; und sowohl hierdurch, als auch durchseine vortheilhaftere Construction, verdrängte er Nor-berg’s Erfindung fast bis zur Vergessenheit. Gädda’sKuhlapparat, Figur 4., besteht aus einem sehr schmalenTiaum, gebildet durch die Wände zweier in einander ge-setzter abgestumpfter Kegel von Kupferblech, und obenund unten durch zwei aufgelöthete zirkelrunde ßlechstrei-fen; wie Figur zeigt, geht also durch den kleineren innerenKegel ein hohler Raum. Der innere Raum, worin die Däm-pfe condensirt werden sollen, ist nach oben weiter, weil dader Dampf noch warm und ausgedehnter ist, und nimmtnach unten zu ab. Oben werden die Dämpfe durch eineweite Röhre eingeleitet, und unten auf der entgegengesetztenSeite die condensirte Flüssigkeit durch ein schmales Rohr ab-laufen gelassen. Der Boden des Kühlraumes ist gegen dasAbleitungsrohr geneigt, und mufs, damit der Apparat ebenso leicht wie das Spiralrohr zu reinigen sei, wenigstens mit6 bis 10 Grad gegen die Horizontallinie geneigt sein, wo-durch das Zurückbleiben von Flüssigkeit darin verhindertwird. Dieser Kühlapparat steht in dem Kühlfafs auf dreieisernen Füfsen. Beim Wechsel des Wassers in dem Kühl-fasse während der Destillation giefst man das kalte durchden mitten im Apparat gebildeten hohlen Raum, wodurch