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Destilliren.
nicht mehr, als dafs ein kalter Schwamm, den man übereinen kochenden Topf eine Zeit lang aufhängt, aufquelle,und dafs man daraus flüssiges Wasser ausdriicken könne.Die ersten Nachrichten, die man vom Destillationsprozefsfindet, sind aus den Schriften des arabischen Arztes Al-rhazes genommen, worin er den Schnupfen mit einer De-stillation vergleicht. „Der Magen, sagt er, ist der Destillir-kessel, der Kopf der Helm, und die Nase die Kühlröhre,aus welcher das Destillat heraustropft .“ Daraus sieht manalso, dafs diese Operation zu seiner Zeit bekannt war.Seit etwas mehr als einem halben Jahrhundert hat sie sehrwichtige Verbesserungen erlitten.
Ich werde hier in der Kürze Einiges über die, so-wohl im Grofsen als im Kleinen, angewandten Destilla-tions-Apparate anführen, erinnere aber ausdrücklich, dafsdas hier Gesagte keineswegs eine Anweisung für Destilla-teure im Grofsen sein soll, sondern nur den Endzweckhat, dem Studirenden eine theoretische Anschauung vonder Operation zu geben.
Wenn diese Operation, wie beim Branntweinbrennen,bei der Destillation des Essigs und der destillirten Wasserin den Apotheken, im Grofsen betrieben wird, so bestehtder Apparat aus drei Theilen, deren Form für den Erfolgder Operation von dem wesentlichsten Einflufs ist. Diesesind der Kessel, der Helm und der Kühlapparat.
a. Für den Kessel wurde vor 20 Jahren allgemeindie in Taf. I. Fig. IS. abgebildete Form angewendet; erwar doppelt so tief als weit. Da eine Flüssigkeit im Ver-hältnis zur Gröfse ihrer Oberfläche schnell verdunstet, undleicht kocht, in dem Verhältnisse als die erhitzte Oberflächegrofs, und die über dem erwärmten Boden befindlicheFlüssigkeitsschicht dünn ist, so folgt hieraus, dafs der Kes-sel um so leichter das zu Verflüchtigende abgeben mufs,je ausgedehnter der Boden und je geringer die Höhe ist,und dafs hierdurch um so mehr Zeit und Brennmaterialerspart werden kann. Seitdem in den meisten Ländern dasBranntweinbrennen mit einer, nach der Gröfse der Fabrika-tion sich richtenden Steuer belegt, und diese Gröfse nach