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Alembik — Analyse.
Alemlik — ein nun ganz verlassener Destillations-apparat, den man in Fig. 9. Tal'. I. sieht. Er bestehtaus einem Kolben mit einem aufgesetzten gläsernen Helm,die öfters aus einem Stück geblasen sind, in welchem Fallder Helm mit einer Oeffnung und eingeschlififenem Pfropfzum Eingiefsen der Flüssigkeit versehen ist. Andere da-gegen bestehen aus zwei Stücken, so dafs der Helm aufden Kolben auflutirt wird, und dann braucht jener nichttubulirt zu sein.
Alle ah e st — ein bei den Alchemisten vorkommendesLösungsmittel für alle Körper, das aber nicht existirt.Glauber’s Alkahest war eine Auflösung von kohlensau-rem Kali in Wasser, erhalten durch Detonation von Sal-peter mit Kohlenpulver. Raspur’s Alkahest war eineAuflösung von Zinkoxyd mit kaustischem Kali, erhaltendurch Detonation von Salpeter mit Zink.
Alkohol — bedeutet heut zu Tage den concentrir-testen Weingeist, ehemals aber jedes äulserst feine Pul-ver, in welcher Bedeutung man dieses Wort bei älterenSchriftstellern gebraucht findet.
Aludel — wurde eine Art kleiner, runder Gefäfsegenannt, die an beiden Enden offen und etwas ausgezo-gen, aber an der einen Oeffnung weiter waren, so dafssie in einander gesteckt werden konnten. Sie wurdenbei Sublimationen gebraucht, indem man sie auf Glaskol-ben setzte, und so gleichsam den Hals des Kolbens ver-längerte. Man bezweckte damit, das Sublimat in verschie-denen Höhen besonders aufzufangen.
Analyse unorganischer Stoffe. — Die chemi-sche Analyse setzt die Kenntnisse, die ßeurtheilungskraftund die Genauigkeit des Chemikers zugleich auf die Probe.Er hat dabei sowohl die Natur der Stoffe, welche der zuuntersuchende Körper enthält, als auch ihr quantitativesVerhältnifs zu einander zu bestimmen. Die Analyse istalso von zweierlei Art, qualitativ und quantitativ , vonweichen die erstere immer in einem eigenen Versuche derletzteren vorhergehen mufs, weil es unmöglich ist, fürdas Verfahren, nach welchem das quantitative Verhält-