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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Analyse.

nits am besten bestimmt werden kann, einen Plan zu ma-chen, ehe man weifs, welche Bestandtheile der Körperenthält.

Die Gegenstände analytischer Untersuchungen könnensich in verschiedenen Aggregationsformen befinden, d. h.feste, flüssige und luftförmige Körper sein; die analyti-sche Methode wird für eine jede dieser Formen verschie-den. — Die folgenden Blätter beziehen sich hauptsächlichauf die Producte des Mineralreichs.

I. Analyse fester Körper.

Der erste Moment der Analyse eines jeden festenKörpers besteht darin, denselben vollkommen trocken zubekommen. Die meisten Mineralien schliefsen eine ge-ringe Menge Wassers ein, welches nicht zu ihrer Zusam-mensetzung gehört, indem sich ihre Zwischenräume mitdem von der Erdoberfläche eindringenden Wasser ange-l'üllt haben. Diefs ist auch der Grund, warum man stetsden frischen Bruch eines frisch abgelösten Gesteins imersten Augenblicke seiner Ablösung feucht findet. Vielekrystallisirte Mineralien enthalten wirkliches Krystallwas-ser, andere dagegen bloßes Decrepitationswasser, und zer-knistern mit Heftigkeit, wenn sie schnell erhitzt werden;poröse, erdförmige oder weiche Mineralien enthalten im-mer sehr viel Wasser, welches nur hygroscopisch und ausderselben Ursache und nach denselben Gesetzen eingeso-gen ist, die ich bereits im ersten Theile, bei der Kraftder Kohle, Luft und Wasser zu absorbiren, erwähnt habe.Wird die Menge des Wassers nicht bestimmt, so ver-schwindet es während der Analyse, und gibt einen Ver-lust, dessen Ursache man dann nicht angeben kann.

Solche Körper, welche Glühhitze vertragen, glüht manin einem gewogenen Platintiegel, den man hernach mitseinem Deckel bedeckt, unter einer Glasglocke erkaltenläßt, die auf einer geschliffenen Scheibe von Metall oderGlas steht, und unter welche man, um die Luft trockenzu erhalten, eine Schaale mit concentrirter Schwefelsäuregestellt hat. Der erkaltete Tiegel wird eiligst gewogen,ohne vorher geöffnet zu sein. Körper dagegen, die keine