Abrauchen. Alchemie.
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sten zu den meisten chemischen Arbeiten mit Flüssigkei-ten eignen, haben die Form von Fig. 8. Taf. I., und we-gen ihres ausgebogenen Randes hat man weniger Verlustzu befürchten. Aber man hat ein noch sichereres Hülfs-mittel, welches darin besteht, dafs man an der Stelle,wo man ausgiefsen will, den äufseren Rand des Glasesmit ein wenig Talg bestreicht, wodurch die Flüssigkeitverhindert wird, an dem Glase herunterzulaufen, und derzuletzt hängen bleibende Tropfen, statt sich über demRande auszubreiten, zurückgeht. Ich stecke zu diesemEndzweck ein Stück von einem Talglicht in einen klei-nen Cylinder von Bein oder Holz, so dafs ersteres et-was über den Rand des Cylinders hervorsteht, den manüberhaupt nur wegen der Reinlichkeit anwendet. Durchden Gebrauch des Talgs ist man nicht von der Gestaltdes Gefäfses abhängig; aber bei starken Auflösungen vonkaustischem Alkali, oder wenn die Flüssigkeit so warmist, dafs der Talg schmilzt, ist er nicht anwendbar. 2)Kann beim Ausgiefsen ein Verlust entstehen, wenn maneine Flüssigkeit in vollem Strahl unmittelbar in eine an-dere giefst, indem durch das dabei verursachte Spritzenoft mehrere Tropfen aus dem Gefäfse geworfen werden,ohne dafs man es immer gewahr wird. Diefs vermeidetman dadurch, dafs man vermittelst eines an die betalgteStelle gehaltenen Glasstabes den fallenden Strahl gegendie Wand des Glases leitet, in welches man ausgiefst.Je mehr der Winkel, welchen der Glasstab mit der Sei-tenwand des ausgiefsenden Gefäfses bildet, sich einemrechten nähert, um so sicherer geht es. Beim Ausgiefsenmufs man die Ränder der beiden Gefäfse sich nicht be-rühren, und auf diese Weise die Flüssigkeit an der Seiteherunterfliefsen lassen, weil sonst sehr oft die Flüssigkeitauch auf der Aufsenseite herunterläuft.
Altrauchen — bedeutet dasselbe wie Abdampfen.
Alchemie. — So wurde eigentlich anfangs die Che-mie genannt; aber schon im vierten Jahrhundert fing manan dieses Wort nur für den Zweig der Chemie zu ge-brauchen, welcher sich mit der Umwandelung eines Me-
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