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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Veränderung der Thierstoffe

Scharfsinn zur grofsen Ehre, dieselben entdeckt zu haben,allein seinen Untersuchungen fehlt die Vollständigkeit, undseinen Beschreibungen die Klarheit, die bei einem wich-tigen Gegenstände so wünschenswerth sind; sie sind da-gegen überreich an Einzelnheiten, die man auch mit dergespanntesten Aufmerksamkeit zu keinem klaren Bild zuordnen vermag.

Die Destillationsproducte von thierischem Fett sinddieselben, wie von Pflanzenölen, nur dafs sich von man-chen noch flüchtige fette Säuren bilden können. Ich ver-weise deshalb auf Bd. III. p. 389.

D. Veränderung der Thierstoffe durch Säuren,

I. Schwefelsäure.

Die allgemeinen Bemerkungen, welche ich schon inder Pflanzen-Chemie über die Wirkung dieser Säure auforganische Stoffe anführte, gelten auch hier; es bleibt alsonur noch die Beschreibung der Producte von dieser Ein-wirkung übrig, welche von besonderem Interesse sind. Diehier anzuführenden sind alle von dem verdienstvollen Bra-connot entdeckt worden.

Schwefelsäure mit Fleisch. Wenn man zerhacktes,mit Wasser ausgezogenes und stark ausgeprefstes Fleischmit seinem gleichen Gewicht concentrirter Schwefelsäureanrührt, so quillt es und löst es sich auf, und beim gelindenErwärmen schwimmt etwas Fett auf, welches man weg-nimmt. Wird hierauf die Masse mit ihrem doppelten Ge-wicht Wassers verdünnt und 9 Stunden lang, unter steterErsetzung des verdunstenden Wassers, gekocht, so erleidetdie Masse des Fleisches eine Zersetzung, darin bestehend,dafs sich Ammoniak bildet und mit der Schwefelsäure ver-einigt, während aus den übrigen Bestandtheilen wenigstens3 verschiedene Stoffe entstehen, die folgendermafsen ge-schieden werden: Man sättigt die saure Flüssigkeit mitkohlensaurem Kalk, seiht sie vom Gyps ab und verdun-stet sie zur Trockne; hierbei bleibt eine gelbe Masse vonfleischbrühartigem Geschmack übrig. Kocht man sie mit

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