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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
687
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KrystalJin. 687

war, theils sich erst durch Zutritt der Luft bildete; ernannte dieselbe

Krystallin, wegen ihrer Eigenschaft, mit Säuren kry-stallisirende Salze zu geben. Vermittelst Schwefelsäurezieht man es aus dem Oel aus, und durch Destillation miteiner anderen Basis scheidet man es wieder von der Säureab. Es ist ein farbloser, ölartiger, in Wasser untersinken-der Körper, von starkem, frischem Honig nicht unähnli-chem Geruch, reagirt nicht bemerkbar alkalisch, ist inW r asser wenig löslich, läfst sich aber damit überdestilliren.In der Luft wird es unter Zersetzung roth, und ist nach-her mit gelber Farbe in Wasser löslich. Schwefelsau-res Krystallin schiefst sowohl neutral als sauer an, inwelches letztere es sich leicht durch Abdampfen verwandelt.In wasserfreiem Alkohol ist es unlöslich. Seine wäfsrigeLösung wird allmählig braun, und enthält alsdann schwe-felsaures Fuscin. Beim Erhitzen schmilzt das saure schwe-felsaure Krystallin, und erstarrt beim Erkalten zu einerkrystalliniscben Masse. Bei stärkerem Erhitzen zersetztes sich, unter Bildung von schweflichtsaurem Krystallin,schwefelsaurem Odorin und einer Menge schweflichtsaurenAmmoniaks; die zurückbleibende Kohle verbrennt ohneRückstand. Phosphorsaures Krystallin krystallisirtleicht, wenn es neutral ist; das saure Salz aber läfst sichnur durch Zusatz von Alkohol zum Krystallisiren bringen,welcher die überschüssige Säure und Wasser wegnimmt.

Auch aus Tabacksblättern erhielt Unverdorben eineflüchtige, in Wasser lösliche Salzbase, die schwerer alsOdorin mit Wasser iiberdestillirt, einen kratzenden Ge-schmack und unangenehmen, zum Husten reizenden Ge-ruch hat. Sie scheint nur von geringer Beständigkeit zusein, da sie sich, nach der Sättigung mit Schwefelsäure,beim Abdampfen in Odorin, Fuscin und Ammoniak ver-wandelt.

Diese nun abgehandelten, durch trockene Destillationerzeugten, flüchtigen Basen und Säuren verdienen ein ge-naueres Studium. Es gereicht unstreitig Unverdorbens

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