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Leimbereitung.
ab und sammelt sich am Boden an, wo eine concentrirteLösung von Knochengallerte so lange ausfliefst, als nochungelöster Knorpel zurückbleibt. Diese Knochengallerteist als Nahrungsmittel, so wie auch zu mancherlei tech-nischem Behuf, z. B. zum Klären des Weins u. a., anwend-bar. Eine mit Gallerte gehörig gesättigte Knochensuppeenthält 2 p. C. trockene Knochengallerte.
In den Apotheken wird eine Gelee aus Hirschhorn be-reitet, die mit Citronensaft, Rheinwein und Zucker gewürztund besonders für Kranke gebraucht wird, die nur einleicht verdauliches Nahrungsmittel in kleiner Menge aufeinmal genielsen dürfen. Hierzu wird auch sehr oft Hau-senblase genommen.
3. Kochen von Haut und ihren Abfällen . Leim-hereitung und Leim. Die Abfälle, welche von den Ger-bern von der inneren Seite der Felle abgeschabt werden,und alle solche Hautslücke, die nicht grofs genug sind,um zu etwas anderem angewendet zu werden, wie z. B.Ohrlappen und dergl., werden durch Kochen mit Wasserzu Leim aufgelöst. Diefs geschieht in einem kupfernenKessel, auf dessen Boden Stroh gelegt ist, um das Anhaf-ten und Anbrennen der erweichenden Masse zu verhin-dern. Die Masse wird so lange gekocht, bis sich die Thier-stofFe aufgelöst haben, die Flüssigkeit sich mit einer Hautbedeckt und eine herausgenommene Probe beim Erkaltengesteht. Sie wird nun kochendheifs durch einen, auf demBoden mit Stroh bedeckten Korb in ein gröfseres Gefäfsgeseiht, um sie darin sich klären zu lassen. Hierauf wirdsie in vierseitige Formen von 6 bis 8 Zoll Breite und 4bis 5 Zoll Tiefe abgezapft, und darin zu Gallerte erstar-ren gelassen; man nimmt diese heraus, zerschneidet siemit einem feinen Messingdrath in i Zoll dicke Scheiben,die auf, zwischen Lahmen gespannte Netze gelegt und inder Sonne, oder auch durch Trocken-Vorrichtungen, ge-trocknet werden.
Zur Leimbereitung werden aufserdem Sehnen, Knor-pel, die Schwimmblasen mancher Fische u. a. m. ange-wendet, allein der daraus gewonnene Leim ist weniger