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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Aufbewahrung von Thierstoffen.

dafs frisches Fleisch, in eine mit Quecksilber gefüllte um-gestiilpte Glocke gelassen, bei einer Temperatur von -j-20°bis 25° schon in wenigen Tagen zu verderben anfängt.Selbst Blut, welches er aus einem, unter dem Quecksilbergemachten Einschnitt in einen Finger, über das Quecksil-ber steigen liefs, fing schon nach einigen Tagen an zu ver-derben und Luft zu entwickeln.

b) Durch Salze. Eine andere, allgemein angewen-dete Art der Aufbewahrung besteht darin, dafs man z. B.frisches Fleisch zwischen Lagen von Kochsalz, Zucker undSalpeter, oder einem Gemenge aus allen dreien, legt, dieallmählig in das Wasser, womit das Fleisch durchtränktist, eindringen und durch ihre Gegenwart die Fäulnifs ab-halten. Wie die Salze diefs bewirken, können wir nichterklären. Metallsalze schützen noch besser als Kochsalz,allein mehrere von ihnen, und gerade diejenigen, die ambesten vor Fäulnifs schützen, vereinigen sich mit der thie-rischen Substanz, die nun dadurch als Nahrungsmittel un-brauchbar wird; diels ist mit dem Kochsalz nicht der Fall.Vor anderen Metallsalzen sind besonders Quecksilberchloridund schwefelsaures Eisenoxyd, in Wasser gelöst, wirksam.Es werden nicht allein die Substanzen, die man in diesenAuflösungen liegen läfst, vor Fäulnifs bewahrt, sondernauch die, welche nur einmal für einige Zeit darin gele-gen haben, können herausgenommen werden, ohne nach-her zu faulen, selbst wenn sie feucht bleiben. Der inneuerer Zeit gemachte Vorschlag, zoologische und anato-mische Präparate in Auflösungen von schwefelsaurem Ei-senoxyd aufzubewahren, ist zwar für einzelne geöffneteund der Flüssigkeit völlig zugängliche Theile ausführbarund zuverlässig, allein unanwendbar für ganze Thiere odersolche Theile, deren organische Construction das Eindrin-gen der Flüssigkeit zu gewissen Theilen verhindert, diealsdann faulen, Gase entwickeln, sich aufblasen und zu-letzt aufplatzen.

c) Durch Alkohol. Eine der allgemeinsten Auf-bewahrungs-Methoden für Thierstoffe ist, sie in wasser-haltigen Alkohol von 60 bis 75 Procent Alkoholgehalt zu