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Hydatidcn.
den aus einer Ziegenleber untersucht, auf deren innererSeite sich eine ganze Colonie von kleinen Würmern, Echi-nococcus veterinorum, befand. Die Hydatiden enthielteneine klare, gelbliche, völlig neutrale Flüssigkeit, die beimVerdunsten unangenehm roch, und den silbernen Spatel,womit sie umgerührt wurde, schwärzte. Sie hinterliefs1,54 p. C. Rückstand, der, nach Göbel’s Angabe, aus0,04 p. G. Eiweifs, 0,24 Mucus und 1,26 Salzen (kohlen-saurem Natron, Kochsalz, schwefelsaurem Kali und phos-phorsaurem Kalk) bestand. Was hier Mucus genannt wird,scheint Eiweifs, mit etwas extractiver Materie, in dem koh-lensauren Alkali aufgelöst, gewesen zu sein. Die Mem-bran hatte auf der inneren Seite zwei Arten von Erhöhun-gen, nämlich die Sitze der Würmer und kleine Blasen, miteiner öligen, gelben Flüssigkeit. Aus der Membran zogAether etwas Fett aus. In kochendem Wasser und Alkoholwar sie unlöslich. Von Essigsäure wurde sie schleimig,löste sich aber selbst im Kochen nicht auf. Von kausti-schem Kali wurde sie aufgelöst, daraus aber nicht durchSäuren gefällt, welche die Flüssigkeit nur schwach trüb-ten. Collard de Martigny hat die Zusammensetzungeiner andern Hydatide untersucht, in welcher er keineWürmer fand. Die Flüssigkeit war farblos oder gelblich,und durch Flocken von coagulirtem Eiweifs etwas getrübt.Durch Kochen trübte sie sich unbedeutend, und bestandaus: Eiweifs 2,9, Salzen, grölstentheils Kochsalz, 0,6, undWasser 96,50. Die Membran liefs sich in 5 verschiedenezerlegen. Sie wurde eben so wenig von kochendem Was-ser, als von Alkohol und Aether gelöst ; dagegen in derKälte von Schwefelsäure, von Salpetersäure mit gelber,und von Salzsäure mit violetter Farbe. In Essigsäure warsie unlöslich, und wurde dadurch nur härter und dichter.Aus den sauren Auflösungen wurde sie nicht durch Alkaligefällt. Durch kaustisches Alkali quoll sie auf, indem siedurchsichtig und schleimig wurde, löste sich aber bei ge-wöhnlicher Temperatur nur sehr unbedeutend auf. In Am-moniak war sie unlöslich. Salze von Blei, Eisen, Kupferund Quecksilber, so wie Galläpfelinfusion, waren ohne