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Krankheits -Producte.
Harnsäure beständen. Indessen wurden sie von Fourcroyund Guyton de Morveau für phosphorsauren Kalk er-klärt, bis Wollaston 1797 bewies, dafs sie aus harnsau-rem Natron und einer thierischen Materie bestehen. Durchdie, seitdem angestellten, genaueren Untersuchungen hatman darin auch ein wenig harnsaures Kali, harnsaurenKalk, Kochsalz und einige der gewöhnlichen Bestandtheileder Flüssigkeiten gefunden. Die darin enthaltene thierischeMaterie besteht theils aus Lamellen von Zellgewebe, undtheils ist sie mit dem Concrement verbunden. Yogel ent-deckte darin den harnsauren Kalk. Lau gier fand beider Analyse eines Gichtknotens: 8,3 Wasser, 16,7 thierischeMaterie, 16,7 Harnsäure, 16,7 Natron, 8,3 Kalk, 16,7 Koch-salz (und 16,6 Verlust). "Wurzer fand in einem Gicht-knoten: Harnsäure 20,0, Natron 20,0, Kalk 10,0, Chlor-natrium IS, Chlorkalium 2,2, thierische Materie 19,5, undWasser 10,3. Die Uebereinstimmung zwischen diesen Ana-lysen ist merkwürdig, zumal da sie ein Verhältnifs zwi-schen den Basen und der Säure angeben, in welchem dieSäure mehr als 4 mal so viel Basen, als in ihren neutra-len Salzen, aufnimmt, ohne dafs man einsieht,' womit die-ser grofse Ueberschufs von Basen hätte verbunden sein kön-nen. Beide Chemiker fanden, dafs vom Stein die Hälfteund darüber im Kochen aufgelöst wurde, und dafs dieseAuflösung ganz neutral war, woraus hervorgeht, dafs derUeberschufs der Basis mit irgend etwas gesättigt gewesenist. Die harnsaure Kalkerde wird sowohl von kochendemWasser als von kaustischem Kali aufgelöst, und der in derletzteren Auflösung mit Säuren bewirkte Niederschlag ent-hält harnsauren Kalk. Der in kochendem Wasser nicht lös-liche Theil der Gichtknoten sieht wie aufgequollene Mem-brantheilchen aus.
5. Hydatiden und Kystae. Hierunter verstehtman gröfsere und kleinere, mit einer Flüssigkeit angefüllteBlasen. Die Hydatiden bilden sich im Gehirn, in der Le-ber und an mehreren anderen Stellen. Sie sind zuweilender Aufenthalt eines oder mehrerer kleiner Thiere, die inder Flüssigkeit dieser Blasen leben. Göbel hat Hydati-