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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
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596 Thymus.

düng in der allgemeinen Haushaltung bedarf keiner wei-teren Erwähnung.

F. Eigentümliche Materien des Fötus.

Glandula Thymus wird eine grofse, beim Fötus inder Brusthöhle vor der Luftröhre liegende Drüse genannt,deren Verrichtungen man noch nicht kennt, die aber nachder Geburt des Fötus aufzuhören scheinen, da die Drüsehernach allmählig resorbirt wird und verschwindet. EinAusführungsgang ist an ihr nicht zu entdecken.

Nach Frommherz und Gugert besteht die, vomBlut abgewaschene, menschliche Thymus aus: Faserstoff(müfste wohl unlösliches Gewebe heifsen), Eiweiß, Käse-stoff, Speichelstoff, Fleischextract, gewöhnlichen Salzen undetwas Fett.

In der Thymus vom Kalb fand Morin:

Faserstoff (?) mit phosphorsaurem Natron und

phosphorsaurem Kalk ....... 8,0

Eigene thierische Materie. 0,3

Leim, durch Kochen ausgezogen.6,0

Eiweifs.. 14,0

Fleischextract.1,65

Wasser. 70,00,

Es ist nicht wahrscheinlich, dafs die hier als Faser-stoff angegebene Substanz dasselbe sei, wie der Faserstoffdes Bluts; das Einzelne der Untersuchung ist aber nichtmitgetheilt.

Meconium, Kindspech, eine pechartige, im Darmka-nal des Fötus enthaltene Materie, welche in den ersten Ta-gen nacli der Geburt ausgeleert wird, und zwar, wie manbehauptet, in Folge der abführenden Wirkung des Colo-strums. Diese Substanz hat eine dunkle, aus Schwarz, Grünund Braun zusammengesetzte Farbe und die Consistenz vondünnem Honig. Selten hat sie Geschmack oder Geruch,zuweilen aber ist sie übelriechend. In dem Dünndarm hatsie eine hellgrüne Farbe, welche weiter herunter immerdunkler wird. Auf Leinenzeug macht sie gelbe, schwerauszuwaschende Flecken. Diese Substanz ist die allmäh-