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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Meconium.

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lig gebildete, und in den Darmkanal ergossene Galle desFötus, welche sich später nach und nach verändert hat.Beim Trocknen verliert das Meconium seines Gewichts,wird braun und süfslich riechend, ähnlich wie gekochteMilch. Im trocknen Zustande läfst es sich pulvern. Beider trocknen Destillation gibt es brennbare Gase, kohlen-saures Ammoniak, Wasser, Brandöl, und hinterläist i sei-nes Gewichts Kohle. Nach Payen zieht Alkohol aus demMeconium 0,1 einer grünen, Wasser gelb färbenden, demGallenharz ähnlichen Materie aus. Alkali nimmt darauseine braungelbe Substanz auf. Nach dem Yerbrennenhinterläfst es eine aus Kochsalz, kohlensaurem Alkali undphosphorsaurem Kalk bestehende Asche. Die in der Gal-lenblase des Fötus eingeschlossene Galle ist dünner, zeigtaber im Uebrigen dieselben Bestandtheile.

VIII. Krankheits-Producte.

1. Eiter (Pus). Ein fremder Reiz im Zellgewebe,in der Haut, oder zunächst unter ihr, oder auch tiefer inder Substanz von Theilen des Körpers, erregt in den klei-nen Gefäfsen eine erhöhte Circulation; diejenigen, welchesonst ungefärbte Flüssigkeiten führen, erfüllen sich mit ge-färbtem Blut, die Temperatur der Stelle erhöht sich, sieschwillt an, und es bildet sich ein Geschwür (Abscefs).Das unrichtig geführte, nicht auf dem gewöhnlichen Wegein die Venen gelangende Blut bleibt stehen, und es bil-det sich ein Zerstörungs-Prozefs, eine sogenannte Eite-rung, aus, durch welchen diese ganze Masse in einen, miteiner eigenthiimlichen, schleimigen Flüssigkeit, dem soge-nannten Eiter, angefüllten Sack verwandelt wird, in wel-chem sich der Eiter endlich eine OefFnung bildet und aus-fliefst. Zuweilen fängt dieser Eiter an in Fäulnifs über-zugehen, unter Entwickelung von Schwefelammonium undVeränderung seiner äufseren Beschaffenheit; man nennt ihnalsdann schlechten Eiter (IcorJ.

Gutartiger Eiter ist eine schleimige, hellgelbe, zuwei-len ins Grünliche fallende Flüssigkeit; er ist undurchsick-