Buttersäure.
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und Salpetersäure, ohne von ihnen zersetzt zu werden.Destillirt man die Lösung in Schwefelsäure, so geht But-tersäure in Dampfform weg, ein Theil aber zersetzt sichunter Schwärzung der Schwefelsäure und Entwickelungvon schweflichter Säure. Mit Salzbasen bildet sie eigen-thiimliche Salze. Beim Sättigen mit einer Basis verliertsie 10,4 Procent Wasser, dessen Sauerstoff 4 von dem derSäure ist; ihre Sättigungscapacität ist 10,2 oder i ihresSauerstoffgehalts. Nach Chevreul’s Analyse besteht siein 100 Th. aus:
Gefunden. Atome. Berechnet.
Kohlenstoff 62,S2 ■ 8 62,327
Wasserstoff 7,01 11 7,096
Sauerstoff 30,17 3 30,577.
Buttersaure Salze. In trocknem Zustand sind siegewöhnlich geruchlos, in feuchtem aber riechen sie nachButter. Bei der trocknen Destillation geben sie ölbilden-des und Kohlensäure-Gas, ein orangegelbes, aromatischriechendes, nicht saures Brandöl, und lassen die Basis mitKohle gemengt zurück. , Sie sind leicht an dem characte-ristischen Geruch der ßuttersäure zu erkennen, welchersich sogleich entwickelt, wenn man eine ganz geringe Mengedes Salzes mit concentrirter Schwefelsäure befeuchtet. But-tersaures Kali bildet, beim Anschiefsen bei -J-25 0 bis30°, eine blumenkohlförmige Salzmasse, welche süfslichund hintennach butterartig schmeckt. In der Luft wirdes feucht und bedarf bei -|-15 0 blofs 0,8 seines GewichtsWassers, um flüssig zu werden. Vermischt man die con-centrirte Lösung dieses Salzes mit 0,23 seines GewichtsButtersäure, so verschwindet der Geruch der letzteren,und das Gemische reagirt weder auf Lackmuspapier, nochzersetzt es kohlensaures Kali, wenn es nicht erhitzt wird.Diese Umstände scheinen die Existenz eines sauren Salzesanzuzeigen. Durch Verdünnung mit Wasser kommt diesaure Reaction wieder hervor. Buttersaures Natrontrocknet zu einer blumenkohlförmigen Masse ein, und istweniger zerffiefslich als das vorhergehende. Buttersau-res Ammoniak ist wenig untersucht. In Ammoniakgas