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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Milch.

der geringsten Menge Elain. Seine freie Säure rührt da-von her, dafs der Alkohol auf das Butyrin dieselbe zer-setzende Wirkung, wie auf das Delphinöl ausübt, indemer eine gewisse Menge von flüchtigen Säuren entwickelt,welche sich nachher durch Digestion des Oels mit Was-ser und Talkerde wegnehmen lassen; es entsteht hierbeiein in Wasser lösliches Talkerdesalz, und das Butyrinwird neutral. Es bildet in diesem Zustand ein gelblichesOel, dessen Farbe jedoch ganz unwesentlich ist, da es sichvon mancher Butter farblos erhalten läfst. Es riecht undschmeckt nach Butter, und erstarrt ungefähr bei 0°. Esläfst sich in allen Verhältnissen mit kochendem Alkoholvon 0,822 vermischen. Hierbei findet das Eigenthümlichestatt, dafs das Gemenge von 2 Th. Butyrin mit 10 Th.kochendheißem Alkohol sich beim Erkalten trübt, wälirenddagegen das Gemenge von 12 Th. Butyrin mit 10 Th. Al-kohol, selbst nach dem Erkalten, klar bleibt. Die Alko-hol-Lösung wird stets sauer, und um so mehr, je längerdie Digestion fortgesetzt wurde. Das Butyrin verseift sichleicht. Die daraus gebildeten fetten Säuren fangen zwarbeiJ 32° zu gestehen an, sind aber noch nicht bei -[-16°völlig fest.

Behandelt man das Butter-Elain anhaltend mit was-serfreiem Alkohol, so wird das sich anflösende Butyrinimmer mehr durch Elain verunreinigt. Behandelt man eszweimal hinter einander mit seinem doppelten Gewicht kal-ten Alkohols, und kocht darauf den ungelösten Theil miteiner neuen Portion Alkohol, so schlägt sich beim Erkal-ten ein Anlheil Elain nieder, welches nicht sauer ist, wäh-rend die Alkohol-Lösung das Lackmuspapier röthet. Derungelöste Rückstand ist Elain, so viel wie möglich vonButyrin befreit. Sein spec. Gewicht ist bei -j-° 0,92,und 100 Th. kochender Alkohol von 0,821 lösen davonnicht mehr als j Procent ihres Gewichts auf. FolgendeVergleichungen zwischen den VerseifungsproducLen unglei-cher Gemenge von Butyrin und Elain, zeigen, in welchemVerhältnifs ersteres von Alkohol mehr ausgezogen wird,als letzteres: