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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Fett.

mit Aether ausgezogen, der damit eine gelbe Auflösungbildet, nach deren Verdunstung das Fett zurückbleibt; al-lein zur Darstellung des farblosen Stearins daraus, mufses zu wiederholten Malen in kochendheifsem wasserfreienAlkohol aufgelöst und umkrystallisirt werden. Es krystal-lisirt in weifsen, perlmutterglänzenden Krystallblättern, istbei -j- 40° schmelzbar, und in kaltem Alkohol wenig lös-lich. Nach dem Abdestilliren des Alkohols scheidet sichzuerst etwas festes Fett ab, und es bleibt zuletzt ein, bei 0°flüssiges Elain, welches von Coccusfarbstoff rothgelb gefärbtist und noch ein wenig Stearin enthält. Es ist leicht ver-seifbar und bildet fette Säuren und eine riechende flüchtigeSäure. Coccus polonicus enthält mehr Fett als die übri-gen. Ich hatte Gelegenheit, zwei aus Rufsland mitgetheilteProben von Coccus polonicus zu untersuchen. Die einedavon war in einem gut verkorkten Glase enthalten, waraufgequollen, etwas feucht und von einem eigenen saurenGeruch.' Die andere, in einem Beutel aufbewahrt, wartrocken und wie Coccus cacti.

Die feuchte Probe, mit kaltem Wasser ausgezogenund dieses Wasser destillirt, gab ein schwach säuerlichesDestillat, das, nach dem Sättigen mit Natron und Abdam-pfen, ein Salz gab, welches nur eine blumenkohlartigeMasse bildete und nicht regelmäfsig anschofs. Durch Zer-setzung mit concentrirter Phosphorsäure wurde daraus eineölartige Säure erhalten, schwimmend auf einer concentrir-ten Lösung von saurem phosphorsauren Natron. Der ex-trahirte und getrocknete Coccus wurde mit Aether aus-gezogen; dieser gab ein, dem gröfsten Theile nach nichtverseifbares festes Fett, dessen Eigenschaften ich damalsnicht weiter untersuchte, sondern welches ich verseifte, umnoch mehr von der flüchtigen Säure zu erhalten, was auchglückte. Diese Säure hatte folgende Eigenschaften: sie warölartig, farblos, schmeckte scharf und brennend sauer, mitZurücklassung eines weifsen Flecks auf der Zunge, welcheStelle lange entzündet blieb, roch vollkommen wie Butter-säure , vermischte sich aber nicht, wie reine Buttersäure,in allen Verhältnissen mit Wasser.

Aus den über diese Säure angestellten Versuchen er-