Delphinfett. 509
nehmen kann, so gab diefs Veranlassung zur BenennungAethal, zusammengesetzt aus den ersten Buchstaben vonAether und Alkohol. Das Atomgewicht des Aethals ist1535,153.
Delphinfett. Von Chevreul ist das Fett von Del-phinus Phocena und von D. globiceps untersucht worden.Von beiden ist es ein flüssiges Oel.
Delphinus Phocena. Das in Wasser aus demBauchspeck ausgeschmolzene Oel war blalsgelb, hatte einenFischgeruch, welcher durch gemeinschaftliche Einwirkungdes Sonnenlichtes und der Luft verschwand, und bei —16°— 0,937 spec. Gewicht. Es röthet nicht Lackmuspapier,allein in der Luft nimmt es eine, nach einiger Zeit wie-der verschwindende, braune Farbe an, riecht alsdann nachRüböl und röthet Lackmuspapier. 100 Th. kochender Al-kohol von 0,821 bilden mit 20 Th. Oel eine Auflösung,die sich trübt, so wie sie vom Feuer genommen wird;werden aber gleiche Theile Oel und Alkohol mit einan-der gekocht, so vereinigen sie sich besser, die Lösungsetzt nachher Nichts ab und läfst sich fast in allen Ver-hältnissen mit noch mehr Oel vermischen. Bei der Versei-fung gibt es 0,822 eines Gemenges aus Margarinsäure undOelsäure, 0,14 Oelzucker und eine zur Bildung von 0,16delphinsauren Baryts hinreichende Menge Delphinsäure.Dabei entwickelt sich eine nach eingeschmiertem Lederriechende Materie.
Delphinus globiceps. Sein Fett ist ein citrongel-bes Oel, nach Thran und zugleich nach eingeschmiertemLeder riechend, und bei -[-20° von 0,918 spec. Gewicht.100 Th. wasserfreier Alkohol von -f-20° lösen 123 Th.Oel, und der von 0,812 spec. Gewicht löst bei -j-70°nur 110 Th. auf. Bei sehr langsamem Abkühlen diesesOels bis zum Gefrierpunkt, oder etwas darunter, setzt esein Cetin ab, welches nahe, jedoch nicht vollkommen, mitdem aus dem Thran von Physeter macrocephalus über-einkommt.
Nach dem Schmelzen fängt dieses Cetin bei -J-45°,5zu erstarren an und ist bei -j-43°,5 völlig erstarrt. 100 Th.