Fett.
Waden ist ebenfalls gelblich, und noch bei —f-15° flüssig,setzt aber bei weiterem Abkühlen Stearin ab. Von ko-chendem Alkohol von 0,S21 braucht das Menschenfett sein40faches Gewicht zur Auflösung. Beim Erkalten der Lösungsetzt sich Stearin ab, welches, nach der Abscheidung undnochmaligen Auflösung in kochendem Alkohol und Aus-pressen zwischen Löschpapier bei -j-25°, folgende Eigen-schaften hat: Es ist farblos, wenig glänzend, schmilzt bei
_j_50°, und läfst sich bis zu -j-41° abkiihlen, bevor eszu erstarren anfängt, wobei die Temperatur durch Frei-werden von gebundener Wärme bis auf-j-49° steigt. DasStearin schiefst dabei in einer aus feinen Nadeln beste-henden Masse an, die jedoch eine glatte Oberfläche hat.100 Th. wasserfreier Alkohol lösen im Kochen 21,5 Th.Stearin auf, wovon der gröfste Theil beim langsamen Er-kalten in feinen Nadeln anschiefst. — Das Ela in erhältman aus dem in dem erkalteten Alkohol zurückgebliebenenFett durch starkes Auspressen zwischen Löschpapier bei0°, aus welchem letzteren man das Elain nachher auskocht.Es ist ein farbloses Oel, welches noch bei — 4° flüssigbleibt, und bei mehreren Graden darunter in Nadeln an-schierst. Sein spec. Gewicht ist 0,913 bei -f-15°. Es istgeruchlos und hat einen süfslichen Geschmack. 100 Th.kochender Alkohol lösen 123 Th. Elain auf, und beim Ab-kühlen fängt die Lösung bei -j-77° sich zu trüben an.— 100 Th. Menschenfett geben bei der Verseifung 95,24bis 96,IS fette Säuren, aus Margarinsäure und Oelsäurebestehend und schmelzbar bei -j-31° bis-j-35°, und 9,66bis 10 Th. Oelzucker. Das Stearin gibt 94,9 Tb. fette Säu-ren, worin keine Talgsäure enthalten ist und die bei -j- 51°schmelzen, und S,6 Th. Oelzucker. Das Elain gibt 95 Th.fette Säuren, schmelzbar bei -j-34° bis 35°, und 9,S Th.Oelzucker.
Nach der Analyse von Chevreul besteht das Men-schenfett und sein Elain aus:
Fett. Elain.
Kohlenstoff. . 79,000 78,566
Wasserstoff . . 11,416 11,447
Sauerstoff . . 9,584 9,987