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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
497
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Menschenfett. 407

mehreren starren Thierfett-Arten ein Elain, welches nochbei4° flüssig bleibt.

Das thierische Fett verhält sich im Uebrigen bei dertrockenen Destillation, in der Luft, zu Wasser, Alkohol undAether, Säuren und Alkalien so ganz analog den fetten Pflan-zenölen, dafs alles an anderem Orte von jenen Gesagte auchvon diesem gilt. Fast alle unsere bestimmten Kenntnissehierüber, sind eine Frucht von Chevreuls vortrefflicherArbeit, aus welcher ich das Hauptsächlichste des nun An-zuführenden geschöpft habe.

Da das Fett in Zellgewebe eingeschlossen vorkommt,so ist es zuerst aus diesem auszuscheiden. Diese Opera-tion besteht darin, dafs man das Fett mit dem Zellgewebezerschneidet und die Masse in gelinde kochendem Wasserschmilzt. Das Fett schwimmt hierbei obenauf, und das Was-ser löst die den Flüssigkeiten angehörigen fremden Mate-rien auf. Man läfst das Fett alsdann erstarren und schmilztes im Wasserbade noch einmal, um es vom Wasser zu be-freien, worauf man es von noch rückständigen Zellgewe-betheilchen abseiht. Chevreul fand, dafs mehrere Fett-arten, nach ihrer Auflösung in kochendem Alkohol undAusfüllung mit Wasser, in der Lösung eine gelbliche, nachGalle riechende Materie zurückliefsen, die nach dem Ab-dampfen, wobei ihr Geruch verschwand, in Gestalt einesgelblichen, mehrentheils sauren Extracts zurückblieb, wel-ches Kochsalz enthielt und nach dem Verbrennen eine al-kalische Asche hinterliefs. Offenbar bestand dieses Extractnur aus vorher nicht richtig abgeschiedenen Bestandtheilender Flüssigkeiten des Zellgewebes, analog denen aus demFleische. Der Gallengeruch fehlte bei einigen, allein wenner vorkam, verschwand er stets beim Verdunsten der Flüs-sigkeit.

Menschenfett. Es gehört zu den weicheren Fettarten,die man Schmalz zu nennen pflegt. Es ist von den unglei-chen Stellen im Körper von etwas ungleicher Beschaffen-heit. Das Nierenfett ist in geschmolzenem Zustande gelb-lich, geruchlos, fängt bei -J-25 0 zu erstarren an, und istbei -j-17° völlig erstarrt. Fett ans dem Zellgewebe derIV. 32