Schweinefett.
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Unter dem Namen Adipocire (Fettwachs) beschriebFourcroy ein Fett aus Leichen, die aus einem Kirchhofzu Paris ausgegraben worden waren, und welches er füreine Verbindung einer eigenen fettartigen Materie mit Am-moniak hielt. Chevreul zeigte später, dals es nichts An-deres als verseiftes Menschenfett gewesen ist, dessen fetteSäuren damals Fourcroy unbekannt waren, und dafs siedarin theils frei, theils mit Ammoniak und Kalkerde undTalkerde verbunden, enthalten gewesen sind.
Jaguar-Fett ist pomeranzengelb und erstarrt bei-j-29°,5, wobei etwas flüssigbleibendes Elain abgeschie-den wird. Es hat einen unangenehmen Geruch, und be-darf 46 Th. kochenden Alkohols von 0,821 zur Auflösung.Der bei seiner Verseifung sich bildende Oelzucker hat einenwidrigen Geschmack.
Schweineschmalz ist weifs oder schwach gelblich,und bei gewöhnlicher Lufttemperatur weich. Es ist vonverschiedenen Schweinearten ungleich leicht schmelzbar,zwischen —}— 26° und —J— 31°. Bei seinem Erstarren erhöhtsich die Temperatur etwas. Nach de Saussure ist seinspec. Gewicht bei -(-15° = 0,938, bei -j-50° — 0,S918,bei -(-69° — 0,8S11, und bei -j-94° — 0,8628, jedesmalmit Wasser von —15° verglichen. Wenn man, nach Bra-connot, Schweineschmalz bei 0° lange und stark zwi-schen Löschpapier ausprefst, so nimmt dieses 0,62 vom Ge-wicht des Fettes eines farblosen Elains auf, welches sichselbst in starker Kälte flüssig erhält. Nach Chevreul hatdas Elain von Schweineschmalz 0,915 spec. Gewicht, undlösen 100 Th. wasserfreien Alkohols im Kochen 123 Th.Elain auf, welche Lösung sich bei -j-62° zu trüben an-fängt. Das nach dem Auspressen des Elains zurückblei-bende (0,38) Stearin ist geruchlos, durchscheinend, trok-ken und körnig. Nach dem Schmelzen bleibt es flüssig,bis die Temperatur auf -f-38° gesunken ist; indem es als-dann zu erstarren anfängt, steigt die Temperatur auf -j-43°.Seine Oberfläche ist uneben und deutlich aus kleinen Kry-stallnadeln zusammengesetzt.
Läfst man Schweineschmalz lange dem Luftzutritt aus-
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