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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Synovia.

der Kuchen wahrscheinlich noch in feuchtem Zustand ge-wogen wurde. Als er die Gelenkschmiere mit dem 6 fachenGewicht Wassers vermischte, coagulirte sie nicht mehr frei-willig, blieb aber eben so schleimig. Auch gibt er an,dafs beim Vennischen der Gelenkschmiere mit Alkohol dasEiweifs coagulirte, und dafs ans der spirituösen Flüssig-keit sich nachher der Faserstoff absetzte. Da Andere,welche nach Margueron die Gelenkschmiere untersuch-ten, dieses freiwillige Coaguliren nicht fanden, so lälstsich fast vermuthen, dafs Margueron, statt der Gelenk-schmiere, Lymphe zur Untersuchung gehabt habe.

Lassaigne und Boissei haben die Gelenkschmierevom Menschen untersucht; nach ihnen coagulirt sie nichtfreiwillig, sondern ist eine alkalische, eiweifshaltige Flüs-sigkeit, ähnlich der von den serösen Häuten, aber vielweniger mit Wasser verdünnt. Sie coagulirt im Kochenund enthält, aufser Eiweifs, die übrigen Bestandtheile desBlutwassers. Ein gleiches Besuhat scheint auch aus denUntersuchungen von ßostock über das Blutwasser her-vorzugehen.

Nach Johns Untersuchung enthält die Gelenkschmierevon einem Pferde: Wasser 92,8, Eiweifs 6,4 extractartigeMaterien, Kochsalz, kohlensaures Natron und phosphor-sauren Kalk, zusammen 0,75. Die Gelenkschmiere aus ei-nem kranken Gelenk von einem Pferde enthielt Eiweifs incoagulirtem Zustande und freie Säure. Nach "Vauque-lins Untersuchung, verhält sich die Gelenkschmiere desElephanten wie die vom Pferde.

Bei den Fischen befindet sich zwischen den Wirbelneine eigene Gelenkschmiere, welche die, von je zwei zu-sammenliegenden Wirbeln gebildeten, Cavitäten ausfüllt.In denselben ist eine schleimige Gelenkschmiere enthalten,die allmälilig in der Luft gelatiniren soll. Wir habenindessen darüber keine andere Untersuchung, als die vonW. Br an de. Er nahm dazu die Flüssigkeit von einemHay. Sie schmeckte und roch thranig, hatte 1,027 spec.Gewicht, liefs sich nur bei Erwärmung mit Wasser ver-mischen, wurde aber dann nicht durch Kochen, Alkohol