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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Mark.

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Der röhrenförmige Kanal der langen Knochen enthält einzelliges Gewebe, erfüllt mit Fett, welches man Mark nennt;die Köpfe der Knochen und die dicken Knochen dagegenschliefsen in den vom Knochengewebe gebildeten Zellensehr wenig Fett und eine rothe dicke Flüssigkeit ein. Diesefindet sich auch in den Zellen zwischen den Tafeln derplatten Knochen. Hiervon machen jedoch die Zellen inder Kniescheibe beim Menschen, und in den untern Kno-chenköpfen der Schienbeinröhren (Tibia und Fibula) beiden meisten Thieren eine Ausnahme, indem ihre ZellenFett enthalten.

Das Markfett aus den langen Knochen ist von durch-aus derselben Natur, wie das übrige Fett von demselbenThier. Die Verschiedenheit im Geschmack, welche manzwischen Mark aus gekochten Knochen und gewöhnlichemgeschmolzenen Fett bemerkt, rührt von fremden Materienaus den Flüssigkeiten her, welche in dem zelligen, das Fettumschließenden Gewebe circuliren, und unter diesen be-sonders von einer extractartigen, in Alkohol unlöslichenSubstanz, die ich beim Fleische näher beschreiben werde.Bei Untersuchung des Marks aus einem ungekochten Hu-merus eines Ochsen, fand ich darin:

Markfett.96

Häute und Gefäfse.1

In diesen eingeschlossene Flüssigkeiten . . 3

iöö

Die Bestandteile dieser Flüssigkeiten stimmen mit denMaterien überein, welche von kaltem Wasser aus Oclisen-Heisch ausgezogen werden.

Diploe. Sägt man den compacten Theil eines Riik-kenwirbels durch, so findet man seinen zelligen Theil miteinem halb erstarrten, dunkelbraunen Blutwasser erfüllt,welches sich in Berührung mit der Luft höher roth färbt,sich, ohne Absetzung von Faserstoff, vollkommen in Was-ser löst, im Kochen coagulirt, und eine farblose, Lackmus-papier röthende Flüssigkeit gibt. Eine ausgesägte Scheibevon einem frischen Rückenwirbel verlor, bei meinen Ver-suchen, beim Trocknen im Wasserbad 0,40 von entwiche-