Die Knochen.
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ten die ältesten fossilen Knochen durchaus keinen Rück-stand von organischer Materie mehr, deren Stelle durchfremde, späterhin einfiltrirte Substanzen eingenommen ist,wodurch sich der Knochen in einem versteinerten Zustandbefindet. Nach einer Analyse von Lassaigne, enthiel-ten fossile Zähne vom Anoplotherium keine organische Ma -terie, und auf 37 Procent phosphorsauren Kalk: 15 Pro-cent Fluorcalcium, 10 Thonerde, 35 Kieselerde, und 3Eisen- und Manganoxyd. Knochen, welche den meistenKnorpel verloren haben, enthalten eine grofse Menge hy-groscopisches Wasser, und darum darf man bei ihnen denKnorpelgehalt keineswegs aus dem Glühungsverlust bestim-men. Manche fossile Knochen sind von einem Kupfer-salz durchtränkt, wodurch sie eine grüne Farbe bekommenhaben. Man schätzt sie sehr, und verarbeitet sie als eineArt von Türkisen zu Schmucksachen.
Lange aufbewahrte Knochen enthalten in ihrer har-ten Masse häufig Fett, wodurch sie eine gelbe Farbe undranzigen Geruch annehmen. Diefs rührt vom Markfett her,welches sich aus dem Markkanal in die Knochenmasse,in dem Maafse als sie eintrocknet, einzieht.
Die Producte von der trocknen Destillation der Kno-chen sind merkwürdig und sollen weiter unten beschriebenwerden.
Durch Brennen in offner Luft können die Knochen,mit Beibehaltung ihrer Form, zuletzt weifs erhalten wer-den. Dabei wird ihre zellige Masse oft gelb, aus den schonoben angegebenen Gründen. Weifsgebrannte Knochen rea-giren und schmecken alkalisch, und geben beim Digerirenmit Wasser Kalkwasser. Nach meiner Analyse bestehengebrannte Menschen- und Ochsen-Knochen aus:
eine Ackererde, die seit undenklicher Zeit vortreffliches Ge-treide trug, ohne jemals gedüngt worden zu sein. Sie ent-hielt kleine Knochenstückchen, und bei langem Kochen der-selben mit Wasser wurde eine Auflösung erhalten, die yon.Galläpfelinfusion gefällt wurde. Diefs hat zur Yernuuhung An-lafs gegeben, dafs diese Stelle ein Schlachtfeld gewesen sei.