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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Die Knochen.

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aus, welche jedoch von fast gleicher Zusammensetzung wieder übrige Knochen ist. Zuweilen entsteht auf einemKnochen ein gröfserer Knollen, der sich nicht weiter ver-größert ; man nennt diefs Exostose, und solche Massen ent-halten, nach Lassaigne, mehr Knochenknorpel und mehrkohlensauren Kalk, als gewöhnliche Knochen.

Wenn Knochen zerbrechen, so heilen sie wieder aufdie Weise zusammen, dafs sich Zellgewebe an den Endenmit dem abgerissenen Periosteum vereinigt und eine Massebildet, von der die Enden umschlossen werden. Diesewird zuletzt fester und bildet einen Knorpel, den man Cal-lus nennt. Allmählig fängt Knochenerde darin sich abzu-setzen an, und läfst dabei inwendig einen röhrenförmigenKanal, welcher die Fortsetzung von dem des Knochenswird. Zuletzt bildet sich ein richtiger Knochen, welchermit dem übrigen zusammenhängt. Die Umwandlung inKnochen geht von Innen nach Aufsen. So lange noch imCallus der Knorpel vorherrscht, ist, nach Lassaigne, derGehalt an kohlensaurem Kalk zum phosphorsauren gerin-ger, was sich nachher, in dem Grade als die Ossificationfortschreitet, so ändert, dafs sich zuletzt das gewöhnlicheVerbältnifs einstellt.

Mischt man zur Nahrung eines Thieres Krapp *), undfährt damit längere Zeit fort, so färben sich allmählig dieKnochen durch ihre ganze Masse hindurch roth und zu-letzt dunkelroth. Wird der Krapp weggelassen, so neh-men sie wieder langsam ihre natürliche Farbe an. DieUrsache dieser Erscheinung liegt in der grofsen Verwandt-schaft des Krapp-Farbstoffs zum phosphorsauren Kalk, wel-cher bei seiner Ausfällung aus einer mit Krapp gefärbtenFlüssigkeit den Farbstoff mit sich in eine Verbindung auf-nimmt, welche von Wasser nicht zersetzt wird. Der Farb-stoff des Krapps, wiewohl in Wasser wenig löslich, wirddoch in Menge von eiweifshaltigen Flüssigkeiten aufgelöst,geht in das Blut über, und die abgesetzte Knochenerde in

*) Die Wurzeln verschiedener Species von Galium sollen eineähnliche Eigenschaft haben.