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Das Auge.
in Folge der mechanischen Structur von einem Phänomender Strahlenbrechung, und nicht von besonderen Farb-stoffen, herzurühren scheinen. Bei den Katzen phospho-rescirt die Iris zuweilen mit einem gelben Schein, so dafsman im Dunkeln, ohne das Thier zu sehen, seine beidenAugen glänzen sehen kann. Immer ist diefs nicht der Fall.Bei Hunden und zuweilen bei Menschen sieht man beiheftiger Wuth die Pupille mit einem, aus dem innerenAuge strahlenden, glänzenden, grünen Licht leuchten, wel-ches zwar schnell vorüber geht, aber Bestürzung erregt,wenn man es zum ersten Male sieht. Es scheint von einerLichtentwickelung auf dem Tapetum lucidum herzurühren.
Die Verrichtung des yluges. Das Sehen ist zwarkeine chemische, sondern eine rein physikalische Function;indessen glaube ich doch hier einige Worte darüber er-wähnen zu müssen. Die Gonstruction des Auges ist ganzdie einer Camera obscura. Der von der Hornhaut um-schlossene Raum repräsentirt eine planconvexe Linse, welchedurch die Iris, durch die sie in zwei Hälften getheilt wird,in denselben Zustand versetzt ist, wie die von Wolla-ston beschriebenen periscospischen Microscope. Indemdie Iris das Licht nur durch den mittleren Theil hindurch-läfst, werden alle Strahlen von dem Umkreise zurückge-halten, welche unregelmäfsige Bilder geben, und die umso mehr verwirren, je stärker das Licht ist. Darum hatauch die Iris die Eigenschaft, bei starkem Licht die Oeff-nung zu verkleinern, und bei schwachem sie zu vergrö-fsern. Die Lichtstrahlen, welche von jedem erleuchteten,vor dem Auge befindlichen Gegenstände zurückgeworfenwerden, dringen in den von der Hornhaut gebildeten Raumein, und werden darin so gebrochen, dafs sie convergiren.Die Pupille läfst den mittleren Theil des Strahlenkegelshindurch, der nun durch den Krystallkörper noch mehrconvergirend gebrochen wird. Hierdurch entsteht, aus den-selben, für die Camera obscura geltenden, physikalischenGründen, ein Bild im Grunde des Auges, dessen regel-mäfsigster Theil auf den gelben Fleck im Mittelpunkt, undbei Thieren mit länglicher Pupille auf das Tapetum lu-cidum