Das Auge. 425
Asche war bei meinen Versuchen zu einer näheren Ana-lyse zu geringe.
Gmelin fand, dafs das schwarze Pigment bei dertrocknen Destillation, aufser brenzlichem Oel und brenn-baren Gasen, kohlensaures Ammoniak, sowohl in festerForm als in wäßriger Auflösung, gab, und das es 0,446kobligen Piückstand liinterliefs, der schwierig einzuäschernwar. Diese Asche bestand aus Kochsalz, Kalk, phosphor-saurem Kalk und Eisenoxyd. Durch Chlorwasser wurdedas Pigment blasser, indem fast die Hälfte davon aufge-löst wurde. Der ungelöste Theil wurde von Kali wiederdunkelbraun, löste sich leicht im Alkali auf, und wurdedaraus durch Säuren mit brauner Farbe niedergeschlagen.Rauchende Salpetersäure löste dasselbe mit starkem Auf-brausen zu einer rothbraunen und bittern Flüssigkeit auf,woraus sowohl Wasser als Alkali einen Theil des verän-derten Farbstoffs mit gelbbrauner Farbe niederschlug. Con-centrirte Schwefelsäure entwickelte damit, bei gelindemErhitzen, schweflicbte Säure, und bildete ein schwarzesLiquidum, woraus Wasser braune Flocken niederschlug,die schwerer als der unveränderte Farbstoff von Kali auf-gelöst wurden. Kochende Cldorwasserstoffsäure löste einengeringen Theil davon mit brauner Farbe und verändertenEigenschaften auf. Von kaustischem Kali wurde er imKochen langsam und unvollständig aufgelöst; die Auflö-sung war rothbraun und entwickelte Ammoniak. Salzsäureschlug aus dieser Auflösung braune, in kalter Kalilaugeund in Ammoniak lösliche Flocken nieder. — Gmelinfand denselben auch in fetten und flüchtigen Oelen unauf-löslich.
Die Glasflüssigkeit (Humor vitreus). Der vonder Sclerotica umschlossene Raum ist mit einer durchsich-tigen Flüssigkeit erfüllt, welche in viele zarte, durchsichtigeFächer eingeschlossen ist, die von einer äufserst dünnenund durchsichtigen Haut, der Membrana byaloidea, ge-bildet sind. Diese Membran ist an die Innenseite des Au-ges nur so lose befestigt, dafs sie beim Oeffnen der Scle-rotica, vermittelst eines Messers und Umwenden derselben,