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Analyse.
die ich hierüber angestellt habe, fand ich, dafs ein Harnvon 1,03 spec. Gewicht, bei -)-80° abgedampft, bis noch| seines ersten Volums übrig waren, und mit einem glei-chen Volumen Salpetersäure von 1,25 vermischt, bei —j—16°noch keinen salpetersauren Harnstoff absetzte. Zur Hälfteabgedampft, gab er nach 5—6 Stunden einige kleine Kry-stallgruppen; bis zu i. abgedampft, erfüllte sich die Flüs-sigkeit mit Krystallschuppen, und als noch ~ übrig war,wurde er, mit einem gleichen Volumen Salpetersäure ver-mischt, nach wenigen Stunden und bei —16°, zu einem,aus Krystallschuppen bestehenden, starren Magma. — DieseProbe läfst sich, wie ich fand, am besten auf folgendeWeise anstellen: Man nimmt ein cylindrisches Glas, z. ß.ein Bierglas, doppelt so hoch als weit, und graduirt esaufsen in Brüche von seinem Volum-Inhalt. Den zu un-tersuchenden Harn verdunstet man dann in demselben ineinem Wasserbade (oder in der Kachel eines Ofens), undnimmt bei gewissen Punkten eine kleine Probe von 10 bis20 Tropfen heraus, die man in einer, unten zugeschmol-zenen , 4 Zoll hohen Glasröhre mit gleich viel TropfenSalpetersäure von einem bestimmten specifischen Gewicht,z. ß. von 1,25, vermischt und 6 Stunden lang stehen läfst.Diese Probe läfst sich nicht auf einem Uhrglas vornehmen,weil sonst durch die stattfindende Verdunstung die Probezum Krystallisiren gebracht •wird. Auch hat man daraufzu sehen, dafs vergleichende Versuche bei gleichen Tem-peraturen gemacht werden, denn eine Probe, die bei -j-16°nichts absetzt, krystallisirt zuweilen bei 0°.
Ammoniak schlägt die in der freien Säure des Harnsaufgelöste Knochenerde nieder. Zuweilen kann es vonWichtigkeit sein, ihre relativen Quantitäten zu bestimmen.Auch braucht man das Ammoniak zur Bestimmung des re-lativen sauren Zustandes des Harns. Man nimmt dazu einsehr verdünntes Ammoniak von bekanntem Ammoniakge-halt (der sich durch Sättigung mit reiner Salzsäure und Wä-gung des nach dem Verdunsten zurückbleibenden Salmiaksleicht bestimmen läfst), vermischt ein gewisses Maafs Harnmit Lackmusinfusion (in der man zuvor alles überschüssige