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Harn.
Alkali mit Essigsäure gesättigt hat), so dafs die Flüssigkeitsichtbar roth wird, und tropft dann, unter beständigem Um-rühren, Ammoniak aus einem graduirten Mensurglas hinzu,bis die Flüssigkeit wieder blau zu werden anfängt. We-gen des hierbei entstehenden Niederschlags, mufs man dieFlüssigkeit zuletzt zwischen den letzten Zutropfungen sichklären lassen. Die Menge des verbrauchten Ammoniaksgibt dann ein Maals für die Säure des Harns.
Kalkwasser entdeckt durch Fällung von phosphorsau-rem Kalk die Gegenwart löslicher phosphorsaurer Salze.Menschenharn mufs zuvor mit kohlensäurefreiem Ammo-niak gesättigt und filtrirt werden, um die in der freienSäure aufgelöste Knochenerde wegzuschaffen. Der Harnanderer Thiere wird zuerst mit Salzsäure gesättigt und vordem Zusatz des Kalkwassers gelinde erwärmt,, um das Koh-lensäuregas zu verdunsten.
Oxalsaures Ammoniak schlägt den Kalkerdegehaltdes Harns nieder, zumal bei gelindem Erwärmen des Ge-misches. Wird nachher Ammoniak zugesetzt, so schlägtsich phosphorsaurer Ammoniak-Talk nieder. Entsteht mitAmmoniak kein Niederschlag, so setzt man eine Lösungvon phosphorsaurem Natron hinzu, um zu sehen, ob dieUrsache des Nichtentstehens des Niederschlags in der Ab-wesenheit von Talkerde oder von phosphorsauren Salzenzu suchen sei.
Chlorbaryum oder besser essigsaure Baryterde ent-deckt schwefelsaure Salze. Ist der Harn neutral oder al-kalisch, so ist er zuvor mit Essigsäure sauer zu machen.
Neutrales essigsaures Bleioxyd entdeckt in dem vomvorhergehenden Niederschlag abfiltrirten Harn Phosphor-säure, welche sich als basisches phosphorsaures Bleioxydniederschlägt. Es muls, zur sicheren Trennung von Chlor-blei, mit kochendheifsem Wasser ausgewaschen und daraufvor’m Löthrohr geschmolzen werden.
Alaun-Auflösung trübt einen Harn, welcher Eiweifsoder Faserstoff aufgelöst enthält.
(Quecksilberchlorid (Sublimat) verändert nicht einenHarn mit freier Säure, wenn er nicht Eiweifs oder Käse