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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Harn.

zu i Pfund desselben einige Drachmen Salpetersäure setzt.Nach 12 Stunden giefst man die Flüssigkeit aus, und wennder Harn Harnsäure enthielt, so findet man die ganzeinnere Seite des Glases, so hoch der Harn darin stand,mit einem grauweil'sen, dünnen Ueberzug, oder auch mitkleinen rölhlichbraunen Krystallen bekleidet, b) Eiweiß.Wenn Harn anfängt, eiweifshaltig zu werden, so bewirktSalpetersäure einen weifsen oder grauweil'sen, flockigenNiederschlag darin, der sich nach dem Auswaschen in kau-stischem Kali löst und daraus nicht durch Essigsäure ge-fällt wird, c) Farbstoff cler Galle. Der Harn wird indiesem Fall, wenn man ihn mit einem gleichen VolumenSalpetersäure vermischt, zuerst grünlich (aus gelb und blau),dann dunkelgrün, darauf schmutzig-roth und nach einigerlängerer Zeit braun. Bei sehr geringem Gehalt an Gal-lenfarbstoff wird jedoch diese Heaction nicht mehr sicht-bar. Wenn der Arzt kleinere, partielle Stockungen inder Leber vermuthet, bei denen durch die Saugadern desstockenden Theiles Galle in das Blut übergeilt, so kanner im Harn den Gallenstoff aufsuchen, wenn auch imUebrigen dieser Zustand nicht an der Farbe des Körpersoder des Weifsen im Auge zu bemerken ist. Allein zudieser Probe mufs man alsdann das mit wasserfreiem Al-kohol aus eingekochtem Harn erhaltene Extract an wenden,welches man, nach Abdampfung des Alkohols, mit Salpe-tersäure vermischt, die nun die Reactionen des Gallenstolfssehr deutlich hervorbringt, da der gröfste Theil der fär-benden Materie des Harns entfernt ist. d) Harnstoff. DerHarn kann zuweilen ungewöhnlich viel, zuweilen unge-wöhnlich wenig, und zuweilen auch gar keinen Harnstoffenthalten. Es ist für den Arzt von Wichtigkeit, diese Fälleunterscheiden zu können. Nach Prout kann der Harn zu-weilen so viel Harnstoff enthalten, dafs er, ohne vorherge-gangenes Abdampfen, beim Vermischen mit viel Salpeter-säure, nach Verlauf von einigen Stunden, Krystalle vonsalpetersaurem Harnstoff absetzt, und diefs soll eintreffen,wenn sein spec. Gewicht zwischen 1,025 und 1,030 kommt,ohne dafs hiervon Diabetes die Ursache ist. Bei Versuchen,