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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Harn.

teren absetzt, so läßt sich durch den Gebrauch von Mine-ralsäuren, weil sie den Harn nicht sauer machen, nichtsausrichten. Oxalsäure, Citronensäure und Weinsäure ver-mögen diefs wohl, bilden aber dafür wieder so leicht Con-cretionen aus ihren Kalksalzen.

Wo sich aber schon ein Blasenstein gebildet hat, ver-hält es sich anders; der Harn solcher Kranken setzt, selbstwenn er von völlig gesunder Beschaffenheit ist, einen Theilseines Sediments auf den Stein in der Blase ab, und dieversuchten Mittel bewirken oft nichts Anderes, als dafs sieeine Abwechselung in der Beschaffenheit der auf den Steinsich absetzenden und ihn vergröfsernden Schichten hervor-bringen, wiewohl es auch nicht selten glücken mag, dieseAnsetzung zu verlangsamen. Wenn also auch zuweilen einNierenstein durch, nach chemischen Principien gewählteMittel zu heilen ist, so ist der Blasenstein nur dadurch zuheben, dafs man ihn wegschafft, und zwar je eher uni sobesser. Hierzu hat man vorgeschlagen ihn aufzulösen; da-bei entsteht die Notlnvendigkeit, seine Zusammensetzungauszumitteln, während er sicli noch in der Blase befin-det. Diefs läfst sich nur annäherungsweise ausführen. Mannimmt an, dafs er aus Harnsäure oder oxalsaurem Kalkbestehe, wenn der Harn sauer ist, und aus phosphorsau-ren Erden, wenn er alkalisch oder neutral ist. Das besteInjectionsmittel ist eine lauwarme Auflösung von 1 Theilkohlensauren Kali in 90 bis 100 Th. Wassers, versetzt mitein wenig Pflanzenschleim, da es auf Steine von jeder Zu-sammensetzung wirkt. Kaustisches Kali wirkt zu stark aufdie Blase und die Harnwege. Bei Steinen aus Harnsäurekann auch eine Auflösung von Borax versucht werden.Das Lösungsmittel mufs so lange als möglich in der Blasebehalten und nach der Ausleerung untersucht werden, obes etwas aufgelöst hat, wobei jedoch die Bestandteile desinzwischen zugeflossenen Plarns in Piechnung zu ziehen sind.Es ist sehr wahrscheinlich, dafs, mit sehr vielem, pflanzen-schleimhaltigemWasser verdünnte, Salzsäure Steine aus Kno-chenerde und aus Cystin auflösen werde. Die zur Auf-lösung von Blasensteinen gemachten Injectionsversuche sind