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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Harnsteine.

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Auch die Fische sind nicht frei von solchen Steinen.Bei dem Hausen (Acipenser Iluso L.) und dem Stör[A. Sturio) kommen nicht selten, besonders bei den älte-ren, gröfsten Individuen, in den Harnwerkzeugen Steinevon bedeutender Gröfse und i bis | Pfund Gewicht vor;am häufigsten findet man sie im Hausen auf den Fischereienam Caspischen Meere und namentlich bei Astrachan. Siesind gewöhnlich platt gedrückt, mit ungleichen Vertiefun-gen, äufserlich von schmutzig-gelblicher Farbe, von be-deutender Härte und Schwere. Nach Klaproth, ist ihrspec. Gewicht von 2,243 bis 2,265. Sie sind sehr fest,spröde und zeigen beim Zerschlagen ein ausgezeichnetes,concentrisch-strahliges, sehr krystallinisches Gefüge, sehrähnlich gewissen krystallinischen Kalksintern. Zugleich siehtman querlaufende, schaalenförmige Absonderungen. ImInnern sind sie fast farblos. Ein solcher, über 7 Unzenschwerer Stein ist von Klaproth untersucht worden. Vordem Löthrohr brannte er sich erst grau und dann weifs,mit dem Geruch nach verbrennender thierischer Materie,und schmolz dann zu weifsern Email. In Salpetersäure lösteer sich ruhig auf. Die Analyse gab für seine Zusammen-setzung: 71,5 phosphorsauren Kalk, 0,5 schwefelsauren Kalk,2,0 Eiweifs und 24,0 Wasser.

Da die Bildung von Steinen in den Harnwegen imAllgemeinen eine Folge der unrichtigen chemischen Be-schaffenheit des Harns ist, und diese sich durch Einneh-men von Substanzen verändern läfst, welche zufällige Be-standtheile des Harns werden, so gründete hierauf dieHeilkunde ihre Versuche, die Anlage zu heben, woraufdie Steinbildupg beruht. So lange es sich um Steine ausHarnsäure handelt, glückt diefs ziemlich gut, da sichder Harn, durch den Gebrauch von kohlensauren Alkalienoder von neutralen Salzen von Kali oder Natron mit einerPflanzensäure, alkalisch machen und die Harnsäure aufge-löst erhalten läfst. In den Nieren gebildete Steinchen oderGries lösen sich hierbei los und gehen weg, auch wennsie aus oxalsaurem Kalk und phosphorsauren Erden beste-hen. Wenn aber der Harn alkalisch wird und die letz-