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Harn,
stischen Ammoniak wurde sie leicht gelöst und daraus durchSalzsäure niedergeschlagen. Die Auflösung in Alkoholwurde durch Wasser getrübt, von Eisenchlorid schwarz-grün gefärbt und von Leim-Auflösung in grofsen Flockengefällt.
Steine von Ochsen, Schaafen, Schweinen undKaninchen bestanden aus kohlensaurer und phosphor-saurer Kalkerde und Talkerde, und aus phosphorsauremAmmoniaktalk. Wurz er analysirte einen Stein aus derHarnröhre eines Ochsen, der daran gestorben war. Erenthielt: kohlensauren Kalk 36,S, phosphorsauren Kalk 6,2,Eisenoxyd 1,8, Kieselerde 3S,2, thierische Materie 13,8,Wasser (und Verlust) 3,2; woraus man sieht, dafs auchbei Thieren Steine aus Kieselerde gebildet werden.
Nach einer Angabe von Angelini färbte ein Harn-stein von einem Schwein Alkohol granatroth. Nach demAbdampfen und Auswaschen des Rückstandes mit Wasser,zog Aether eine rothe Materie aus, und es blieb eineschmierige Masse zurück, die von kaustischem Kali schweroder gar nicht verseift wurde, aber in kochendheifsemWasser schmolz. Die vom Aether ausgezogene rothe Ma-terie glich einem Harz, und war in Alkohol, fetten undflüchtigen Oelen löslich. Von kaustischem Kali wurde siemit gelber, und von kohlensaurem mit grüner Farbe auf-gelöst. Grofser Ueberschufs von Alkali verhinderte dieAuflösung der Verbindung. Aus der alkalischen Lösungwurde sie durch Schwefelsäure und Salpetersäure nieder-geschlagen, welche die rothe Farbe wieder herstellten undden Niederschlag, wenn sie überschüssig zugesetzt wurden,wieder auflösten. Mit Salzsäure verband sich der Nieder-schlag zu einer weifsen, schuppigen Masse, aus welchersich die Säure durch Wasser auswaschen liefs, worauf dierothe Farbe wieder erschien. Im Feuer soll sie mit Ent-wickelung von rothen Dämpfen explodirt haben (?).
Die Ratzen sind, nach Morand, so allgemein vomStein heimgesucht, dafs man selten eine öffnet, deren Nierefrei davon ist. Ihre Steine enthalten oxalsauren, phosphor-sauren und kohlensauren Kalk.