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Harn.
wenn man ihn nicht absichtlich sucht. Lindbergson un-tersuchte einen Harnstein, welcher bestand aus: harnsau-reni Natron 9,77, basisch phosphorsaurem Kalk 34,74,phosphorsaurem Ammoniaktalk 38,35, kohlensaurem Kalk3,14, kohlensaurer Talkerde 2,55, Eiweifs 6,87, Wasser(und Verlust) 4,58.
9) Oxalsaurer Kalk ist ein ziemlich häufig vor-kommender Bestandteil von Harnsteinen, besonders beiKindern. Sie haben gewöhnlich eine unebene Oberfläche,ähnlich den Maulbeeren, weshalb sie auch Maulbeersteinegenannt worden sind. Sie haben eine dunkle, schwärzlich-grüne oder braune Farbe, was Marcet von Blut ablei-tete, welches in Folge der Reizung durch ihre scharfkan-tigen Tuberkeln von Zeit zu Zeit in den Harnwegen aufsie ergossen worden sei. Auch habe ich Zufälle beobach-tet, in Folge des Herabsteigens von solchen Steinen ausdem Nierenbecken in die Blase, wobei der Harn blutigwurde. Zuweilen sind sie sehr klein, von hellerer Farbe,ähnlich den Hanfsaamenkörnern; auch habe ich sie weifsund hellgelb, und ein stark zusammenhaltendes Aggregatvon scharfkantigen Krystallen bildend, beobachtet. Diedunkel gefärbten scheinen indessen weniger von Blut, alsvielmehr von derselben tierischen Materie gefärbt zu sein,welche sich mit anderen schwerlöslichen Kalksalzen ausdem Harne niederschlägt. Die Menge dieser Substanz istkeineswegs geringe, doch wüfste ich nicht, dafs sie jemalsbestimmt worden wäre, so leicht diefs auch auszuführenist, da sich die Menge der Oxalsäure aus der Menge dernach dem Glühen zurückbleibenden Kalkerde berechnenläfst. Erhitzt man einen dunkelgefärbten Stein aus oxal-saurem Kalk vor’m Lötrohr auf Platinblech, so bläht ersich auf, verkohlt, riecht nach gebranntem Horn und hin-terläfst, nach Durchglühung der kohligen Masse in gutemFeuer, kaustische Kalkerde, die sich mit einem TropfenWasser löscht und stark alkalisch reagirt, ohne sich auf-zulösen. Chlorwasserstoffsäure löst beim Digeriren das Pul-ver solcher Steine auf und setzt das Salz beim Verdun-sten wieder in kleinen Krystallen ab. Kaustisches Kali