Harnsteine.
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desalz vorherrschend, so sind sie wohl schwerer schmelz-bar, aber nicht unschmelzbar. Sie enthalten zuweilen harn-sauren Kalk, was man durch Behandlung mit kaustischemKali entdeckt, indem man die Auflösung fdtrirt und mitChlorwasserstoffsäure übersättigt, wodurch die Harnsäureniedergeschlagen wird.
Die nun genannten Bestandtheile von Harnsteinen sindauch gewöhnliche Bestandtheile des Harns; wir wollen nunnoch einige andere betrachten, welche bei völligem Ge-sundheits-Zustande nicht darin Vorkommen.
7) Kohlensaurer Kalk ist ein seltner Bestandteilvon Steinen beim Menschen, aber, wie wir noch untensehen werden, um so allgemeiner bei grasfressenden Thie-ren. Steine von Menschen aus diesem Salz sind weifsoder grau, und zuweilen gelb, braun oder roth. Der koh-lensaure Kalk ist darin immer mit einem thierischen Stoffverbunden, welcher die Ursache ihrer Farbe ist, und sichbeim Erhitzen mit dem Geruch nach gebrannten Knochenverkohlt. Die Bildung dieser Steine setzt voraus, dafs derHarn alkalisch sei, und dafs seine gewöhnlichen phosphor-sauren Salze fehlen. Diese Steine sind leicht daran zu er-kennen, dafs sie mit Aufbrausen von Salzsäure aufgelöstwerden und nach dem Glühen bei gehörig starkem Feuerkaustische Kalkerde hinterlassen.
Proust fand einen Stein, der nur aus kohlensauremKalk mit einer geringen Spur von harnsaurem Kalk be-stand. Ein anderer, 7 Unzen schwerer Stein bestand, nachdemselben, aus 0,S kohlensaurem Kalk und 0,2 basischphosphorsaurem Kalk, ohne Spur von Harnsäure. NachProust ist dieser Bestandtheil von Cooper, Prout,Smith und zuletzt von Frommherz gefunden worden.Bei der Analyse des letzteren fand sich 0,91 kohlensaurerKalk, 0,03 phosphorsaurer, und 0,04 Eiweifs und braunerFarbstoff, nebst einer Spur von Eisenoxyd. Im Innernhatte dieser Stein ein Stückchen Quarz als Kern.
8) Kohlensäure Talkerde. Es ist sehr wahr-scheinlich, dafs dieser Bestandtheil immer in Steinen vonkohlensaurem Kalk vorkomme, da er leicht übersehen wird,