Harnsteine.
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Salpetersäure werden diese Steine leicht aufgelöst. DieAuflösung ist gelblich und wird beim Eintrocknen in ge-linder Wärme roth; die zurückbleibende Substanz löst sichin Wasser wieder ohne Farbe auf, und wird nach demEintrocknen wieder roth. Diesen Versuch macht man sehrleicht auf einem Uhrglas oder einem Stückchen Porzellanmit einer abgeschlagenen Probe, die kleiner sein kann alsein Senfkorn; allein da sowohl zu viel Säure, als auch zustarke Hitze beim Eintrocknen die rothe Farbe zerstörtund sie in eine gelbe umwnndelt, so soll man, nach Ja-cobson, diese Probe so machen, dals die Auflösung inSalpetersäure über einer Lampe so weit abgedampft wird,dafs sie nicht mehr fliefst, aber noch nicht trocken ist,und das Uhrglas dann umgekehrt auf ein anderes legen,in welches man einige Tropfen kaustischen Ammoniaksgetropft hat, welches man über der Lampe gelinde er-wärmt. Das abdunstende Ammoniak sättigt die Salpeter-säure, und in dem darüber liegenden Glase kommt so-gleich die rothe Farbe hervor. Die leichteste Art, fremdeEinmengungen in solchen Steinen auszumitteln, bestehtdarin, dafs man eine kleine Probe vor dem Löthrohr aufPlatinblech verbrennt. Anfangs mufs man beständig mitder äufseren Flamme darauf blasen, wobei sie nach ge-branntem Horn, und besonders stark nach Blausäure riechtund sich immer mehr vermindert; zuletzt kommt einePeriode, wo der Puickstand Feuer fängt, und mit vielemGlanz, selbst beim Aufhören des Blasens, von selbst ver-brennt. Von reinerer Harnsäure bleibt nur eine geringeSpur von Asche. Gibt sie viele, nicht alkalische Asche,so war sie mit phosphorsauren Erden gemengt; ist dage-gen die Asche stark alkalisch, aber in Wasser unlöslich,so enthielt sie oxalsauren Kalk, der nun kaustisch ge-brannt ist.
2) Harnsaures Natron, mit Spuren von harnsau-rem Kali, ist noch niemals als alleiniger Bestandtheil vonHarnconcretionen gefunden worden. Lindbergso’n fandes als Bestandtheil eines Steines, dessen Zusammensetzungweiter unten mitgetheilt ist.