Harn der Tliicre.
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wird. Beim Abdampfen scheiden sich daraus weifse ge-ronnene Flocken ab, und nach hinlänglicher Concentrationschiefst daraus der gröfste Theil des Harnstoffes in Kry-stallen an. Die Analyse des Harns dieser drei Thiere gabin 100 Theilen:
Harnstoff, eine in Alkohol lösliche thierische Ma-
terie (Osmazom), und freie Milchsäure . . . 13,220
Harnsäure.0,022
Blasenschleim . 0,510
Schwefelsaures Kali.0,122
Salmiak, mit etwas Kochsalz.0,116
Phosphorsaure Kalkerde und Talkerde, mit einer
kleinen Menge kohlensaurer Kalkerde . . . 0,176
Phosphorsaures Kali und Natron.0,802
Phosphorsaures Ammoniak.0,102
Milchsaures Kali. 0,330
Wasser. 84,600
100 , 000 .
Ich habe mir hierbei erlaubt, Essigsäure in Milchsäureumzuändern, aus Gründen, die aus dem Vorhergehenden
einzusehen sind_Ein aufmerksamer Leser wird vielleicht
auch an der Anführung von kohlensaurem Kalk, als Be-standtheil einer sauren Flüssigkeit, Anstofs nehmen. Diesefehlerhafte Angabe hat darin ihren Grund, dafs die Mengegewisser Bestandtheile durch Einäscherung bestimmt wurde,wodurch die milchsaure Kalkerde zerstört und in kohlen-saure umgewandelt wurde. In dem Harn der Hyäne undder Pantherkatze fand Hieronymi dieselben Bestandtheile.Der Ham der ersteren hatte bei -f-10° ein spec. Gewichtvon 1,061, und der der letzteren bei -j-9°=: 1,045.
Der Harn des Nashorns ist von Vogel untersuchtworden. Er ist trübe und gelb, und sieht wie Thonwas-ser mit etwas eingemengtem Ocker aus. Er hat einen ei-genen, dem von zerstofsenen Ameisen nicht unähnlichenGeruch, wird an der Luft von der Oberfläche aus dunkler,und bedeckt sich mit einer Haut von kleinen Krystallenvon kohlensaurem Kalk. Mit Säuren braust er auf undklärt sich. Läfst man ihn von selbst klar werden, so setzt
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