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Harn.
er ein gelbes Pulver ab, welches 2|. Procent vom Gewichtdes Harns beträgt, und aus kohlensaurer Kalkerde undTalkerde besteht, die mit einer stickstoffhaltigen thieri-schen Materie verbunden, und mit etwas Eisenoxyd undKieselerde verunreinigt sind. Der geklärte Harn ist dun-kelgelb, und bildet beim Verdunsten einen neuen Satz vonkohlensaurer Kalkerde und Talkerde, die als zweifach koh-lensaure Salze in dem Harn aufgelöst waren. Wird derHarn, nach Abdampfung von -J, filtrirt und kalt mit Salz-säure vermischt, so entsteht ein Niederschlag von Harn-benzoesäure, die 0,45 Procent vom Gewicht des Harnsbeträgt und im Harn mit Kali verbunden war. Aufser-dem sind darin Harnstoff und die gewöhnlichen Salze ent-halten.
Elephanteiiharn ist ebenfalls von Vogel untersucht.Er ist unklar von aufgeschwemmter kohlensaurer Kalkerdeund Talkerde, und klärt sich nur schwierig. Er enthältkeine Spur von harnbenzoesaurem Alkali, dagegen aberviel mehr Harnstoff, als der vom Nashorn. Keiner vonihnen enthält das braune Oel, welches man, nach Four-croy und Vauquelin, aus Pferde- und Kuh-Harnerhält.
Pferdeharn ist von Fourcroy und Vauquelinund von Chevreul untersucht worden. Er ist gelb,nicht selten triibe, hat einen eigenen, unangenehmen Ge-ruch und einen salzig-bitteren, hintennach süfslichen Ge-schmack. In der Ruhe setzt er ein Gemenge von kohlen-saurer Kalkerde und Talkerde ab, das sich beim Glühenschwärzt. Sein spec. Gew. ist zwischen 1,030 und f,050;er reagirt alkalisch und braust mit Säuren. In Berüh-rung mit der Luft wird er dunkler, und beim Abdampfensetzt er, verbunden mit einer thierischen Materie, nochmehr der kohlensauren Erden ab. Nach dem Abdampfenhinterläfst er ungefähr 0,05 Piückstand, wovon Alkohol •£■auflöst. Das Ungelöste besteht hauptsächlich aus kohlen-saurem Natron. Aus der Alkohollösung schiefst zuerst Koch-salz, und darauf harnbenzoesaures Natron in braunen Blät-tern an. Wird der Alkohol verdunstet, und der Rück-