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fTarn.
sauer schmeckt, so bekommt man noch mehr oxalsaurenHarnstoff, wenn man sie erwärmt und abermals mit Oxal-säure versetzt. Die gesammelten Krystalle befreie manvon der Mutterlauge durch Waschen mit etwas eiskaltemWasser, löse sie dann in siedendem Wasser, dem ganzwenig Blntlangenkohle hinzugesetzt ist, auf, und filtriredie Lösung, ans welcher nun der oxalsaure Harnstoffsclmeeweifs anschiefst. Die Mutterlauge gibt bei Abdun-stung noch eine kleine Portion ungefärbter Krystalle, undschiefst bis zum letzten Tropfen an.
Die Krystalle löse man in siedendheifsem Wasser undvermische sie mit äufserst fein gepulvertem kohlensaurenKalk, womit sie sich unter Aufbrausen zersetzen. Wenndie Flüssigkeit aufhört das Lackmus zu röthen, so filtrireman sie von dem abgesetzten oxalsauren Kalk ab undverdunste sie im Wasserbade zur Trockne. Man erhältdann eine weifse, salzähnliche Masse, die Harnstoff ist,aber noch verunreinigt mit oxalsaurem Alkali. Dieseskann theils aus der Oxalsäure herstammen, wenn diese,wie es sich zuweilen trifft, mit oxalsaurem Kali verunrei-nigt ist, oder aus dem Harne, wenn der Alkohol nichtwasserfrei war und er Chlorkalium oder Chlornatrivimmit ausgezogen hatte; endlich wird mit dem Harnstoffauch immer eine Portion oxalsauren Ammoniaks in Formeines sauren Salzes abgeschieden, das von den vom Al-kohol ausgezogenen Ammoniaksalzen herstammt. — Vonallen diesen Verunreinigungen befreit man den Harnstoffdurch Alkohol, der, je concentrirter, desto besser, einegeringe Menge einer chemischen Verbindung des oxalsau-ren Alkali’s mit Harnstoff ungelöst läfst.
Man hat noch eine andere Methode, die weniger um-ständlich ist und nicht so theure Materialien erfordert, dieaber nicht eben so sicher den Harnstoff vollkommen reinliefert. Man dampft den Plarn bis zur Consistenz vondünnem Syrup ab, und vermischt die Masse mit wenig-stens ihrem dreifachen Volumen Salpetersäure von 1,22bis 1,3, die man zuvor durch Kochen von aller salpetrich-ten Säure befreit hat, weil der Harnstoff von dieser mit