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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Die Nieren.

damit wie der Faserstoff. Salpetersäure von 1,12 spec.Gewicht löste ihn bei gelinder Digestion und ohne Zer-setzung der Säure auf. Ein geringer Theil blieb in farb-losen Flocken ungelöst. Die Auflösung war hellgelb undwurde durch Sättigung mit kaustischem Ammoniak dun-kelgelb, ohne gefällt zu werden. Auch wurde sie nichtvon Cyaneisenkalium oder Galläpfelinfusion gefällt. Vonconcentrirter Chlorwasserstoffsäure schien er anfangs garnicht angegriffen zu werden, färbte sich aber nach undnach dunkelviolett, und löste sich zuletzt nach einigen Ta-gen ohne Hülfe von Wärme auf. Die Auflösung wurdenicht von Cyaneisenkalium getrübt. Mit kaustischem Am-moniak gesättigt, wodurch nichts gefällt wurde, und zurTrockne verdunstet, wurde die thierische Materie mit demSalmiak, sowohl von Wasser als Alkohol, wieder aufge-löst. Von concentrirter Essigsäure wurde er nicht ge-latinös, als aber die etwas verdünnte Säure damit digerirtwurde, wurde er in zwei Stoffe geschieden, wovon sichder eine in der Säure auflöste, der andere aber, mit Bei-behaltung der Form und des Ansehens, völlig unlöslich zu-rückblieb. Die zur Trockne verdunstete Auflösung hinler-liefs einen farblosen, durchscheinenden Rückstand. Mitetwas kaltem Wasser übergossen, löste er sich darin auf,gestand aber nach 48 Stunden zu einer Gelee; diese wurdevon mehr Wasser aufgelöst, mit Hinterlassung einer schlei-migen Materie, die sich beim Erwärmen der Flüssigkeitebenfalls auflöste, sich aber beim Erkalten wieder absetzte.Die Auflösung reagirte nicht sauer, und war ohne Farbe,Geschmack und Geruch; sie wurde nicht von Cyaneisen-kaliiun, von neutralem oder basischem essigsauren Blei-oxyd oder von Quecksilberchlorid gefällt; dagegen abervon Galläpfelinfusion in grofsen einzelnen Flocken, die inder Wärme nicht zusammenbackten.

Von kaustischem Ammoniak wurde er eben so, wiedurch Essigsäure, zerlegt. Das in Ammoniak gelöste bliebnach dem Abdampfen farblos zurück und enthielt einegröfsere Menge, nur in warmem Wasser löslicher Materie,als die essigsaure Auflösung, und dabei noch einen an-