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Haut -Ausdunstung.
Was Alkohol vom wäßrigen Extract des eingetrock-neten Pferdesclnveifses ungelöst liejs, löste sich mit brau-ner Farbe in Wasser, und diese Auflösung reagirte, außerauf schwefelsaure Salze und Kochsalz, auch auf eine tliie-rische Materie, die durch Galläpfelinfusion und Chlor fäll-bar war, jedoch erst nach mehrtägiger Berührung mit letz-terem. Dagegen wurde sie weder von Salpetersäure, Am-moniak, noch Quecksilberchlorid gefällt.
Was aus dem Pferdeschweiß weder von Wasser nochAlkohol aufgelöst wurde, nahm Anselmino für coagulir-tes Eiweiß an. Es wurde aber hierbei nicht angegeben,was bei der Analyse aus der Menge von phosphorsaurerKalkerde und Talkerde geworden war, die bei der Ver-brennung des Schweißes Zurückbleiben. — Fourcroyhatte angegeben, daß auch Harnstoff im Pferdeschweißvorkomme, allein Anselmino fand keine Spur davon.
Die Asche von verbranntem Pferdeschweifs bestandaus schwefelsaurem Kali und Natron, Chlornatrium undChlorkalium, allein sie enthielt weder kohlensaures nochphosphorsaures Alkali, sondern statt dessen bedeutendviel phosphorsaure Kalkerde und Talkerde, nebst Spu-ren von Eisen. — Auch hier hat Anselmino die Am-moniaksalze übersehen. Nur durch die Gegenwart vonSalmiak läßt es sich erklären, daß die Asche kein kohlen-saures Alkali enthielt, da doch im Pferdeschweiß milch-saures Kali enthalten war.
Der Zweck der Haut-Ausdunstung ist noch nicht ganzrichtig gekannt. Die Menge der auf diesem Wege ausge-leerten festen Stoffe ist nur sehr unbedeutend, und siekommen auch außerdem im Harn vor, so daß man dieWegschaffung von diesen wohl nicht als Hauptsache be-trachten kann. Besonders ist es Wasser, welches durch dieHaut-Ausdunstung weggeführt wird, und bei der Lehrevon der thierischen Wärme haben wir gesehen, wie dieAusdunstung ein Regulator für die Verminderung derTemperatur des Körpers wird, wenn diese durch starkeBewegung oder durch hohe Wärmegrade der umgebendenLuft unnatürlich erhöht ist. Dafs aber die Ausdunstung