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Haut- Ausdunstung.
stung von ungleichen Stellen des Körpers verschiedeneMaterien mit sich führe. Die Ausdunstung von den Fii-lsen, der sogenannte Fufsschweifs, hat einen ganz andernGeruch, als die Ausdunstung des übrigen Körpers. DerSchweifs unter den Achselhölen riecht oft ammoniakalisch,und an den Geschlechtstheilen von fetten Personen ent-hält der Schweifs oft so viel Buttersäure, dals er deutlichdarnach riecht. Auch ist es wahrscheinlich, dafs die Aus-dunstung aus dem Körper flüchtige Verbindungen entferne,die unserer Nachforschung entgehen, die aber, selbst inkleiner Menge im Körper zurückgehalten, bedeutende Stö-rungen verursachen können, ganz auf dieselbe Art, wieansteckende Krankheitsstoffe, die in unmerkbarer Mengeim Körper die gewaltsamsten Störungen zu veranlassenpflegen. Nur auf diese Weise kann man sich einen Be-griff davon machen, wie die Unterbrechung der Ausdun-stung die Ursache von so vielen Krankheiten beim Men-schen werden kann.
Bei verschiedenen Thieren, wie z. B. dem ganzenKatzen- und Hunde-Geschlecht, fehlt die Flaut-Ausdun-stung ganz. Bei den Belluae und Pecora dagegen ist siesehr stark. Ueber die Beschaffenheit der durch ihre Aus-dunstung ausgesonderten Materien wissen wir indessennur wenig. Anseimino hat den getrockneten Pferde-schweifs analysirt, der sich in Gestalt von feinen Schup-pen oder Staub von der Flaut abbürsten läfst. Er zog ihnmit warmem Wasser aus, welches eine pulverförmige Ma-terie ungelöst zuriickliefs. Die wäfsrige Auflösung wurdeabgedampft und die trockne Masse in Alkohol von 0,833aufgeweicht; die dadurch erhaltene Lösung gab nachdemAbdampfen ein braunes, mit Salzkrystallen erfülltes Ex-tract. Aus diesem löste wasserfreier Alkohol eine saure,extractartige Materie auf, die ein brennbares Kalisalz auf-gelöst enthielt, und also von ganz gleicher Beschaffenheitwie die aus dem Menschenschweifs erhaltene Materie zusein schien. Der wasserfreie Alkohol liefs Cblornatriuntund eine andere extractartige Materie von starkem Pfer-degeruch ungelöst zurück.