Die Haut.
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sich einander, so dafs schwefelsaures Natron und Chlor-aluminium entstehen, mit welchem letzteren sich das Haut-gewebe vereinigt und dadurch in der Luft unveränderlichwird. Wahrscheinlich ist das mit der Haut sich verbin-dende Thonerdesalz basisch, während in der Auflösungein saures Salz zurückbleibt.
3) Das Sämischgerben hat zum Endzweck, der un-veränderten, aber von ihrem Wasser befreiten Haut durchEinwalken von Fett Biegsamkeit und Weichheit zu erthei-len. Von der Art ist unser gewöhnliches Handschuhleder.Es ist daher leicht mit Wasser zu erweichen und im Ko-chen in Leim zu verwandeln. Man hat in neuerer Zeitangefangen, die Häute vor dem Sämischgerben in einerInfusion von Weidenrinde schwach zu gerben. Diefs nenntman Dänischgerben.
4) Leimbereitung. Diese Operation, so wie den Leimselbst, werde ich unter dem Abschnitt von der Umwand-lung thierischer Stoffe durch Kochen abhandeln.
bJ Corpus papillare nennt man ein dünnes, weiches,höchst empfindliches Gewebe, welches die äufsere Seite dereigentlichen Haut bedeckt und unmittelbar zwischen die-ser und der Oberhaut liegt. Es besteht aus Gefäfsen undNerven, welche die Haut durchdringen und sich daraufausbreiten, und welches den doppelten Endzweck erfüllt,das Absonderungsorgan der Ausdunstungsmaterie und derSitz des Gefühls zu sein. Es ist mit einem schleimigenUeberzug und darüber von der Oberhaut bedeckt, undwenn diese zuweilen davon abgerieben und das Corpuspapillare blofs gelegt wird, so erscheint diese musartigund gelblich, und wird durch die geringste Berührung derSitz eines heftigen Schmerzes. Die verschiedene Farbe,welche die Haut bei verschiedenen Volksstämmen besitzt,hat ihren Sitz im Corpus papillare, und hängt von einemeigenen Farbstoff ab, der bei den Afrikanern schwarz, beiden Asiaten und Amerikanern braun, und bei den Euro-päern meistens so wenig gefärbt ist, dafs er durch die Hautnicht durchscheint, weshalb daher die Europäer, im Ver-gleich mit den Bewohnern der übrigen Welttheile, weifs