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Die Haut.
centrirten Galläpfelinfusion gegerbt, 64 Theile an Gewichtgewonnen hatten; in einer concentrirten Infusion von Ei-chenrinde 34, in einer verdünnten 17; in einer concen-trirten Infusion von Weidenrinde 34, in einer verdünnten15; und endlich in einer Lösung von Catechu 19 Theile.Vom letzteren nahm diefs Kalbfell zugleich eine brauneFarbe an. Im Allgemeinen nimmt man an, dafs gutes Soh-lenleder ungefähr 0,4 seines Gewichtes Gerbstoff enthalte.Die zum vollständigen Gerben erforderliche Zeit ist nachder Dicke der Haut und einer Menge anderer bedingenderUmstände verschieden, von einigen Monaten bis zu andert-halb Jahren. In neuerer Zeit ist sie dadurch sehr abge-kürzt worden, dafs man mehrere Häute zu einer Art was-serdichtem Behälter zusammen heftet, diesen mit den gerb-stoffhaltigen Pflanzentheilen anfüllt, und Wasser daraufgiefst, welches durch eine hohe Wassersäule unter einembeständigen Druck erhalten wird. Es filtrirt dann durchdie Haut hindurch und setzt dabei den Gerbstoff inwen-dig ab. Diese sehr empfohlene Methode ist von Spils-bury erfunden worden. Bei Anwendung von Eichenrinde,überzieht sich die äufsere Seite der Haut mit Gallertsäure,welche in der Bunde in Verbindung mit Gerbstoff enthal-ten war, und die durch die Hautsubstanz von dem Gerb-stoffe losgemacht wird.
Das Leder hat eine gelbe oder gelbbraune Farbe.Das schwarze Leder ist mit einer Lösung von schwefel-saurem Eisenoxydul gefärbt, welches mit dem Gerbstoffenach und nach Schwarz hervorbringt. Durch Einschmie-ren mit Oel und Fett erhält es seine Weichheit und Bieg-samkeit. Das sogenannte Blankleder wird auf der Fleisch-seite eben gemacht und geschwärzt. Saffian oder Maro-quin werden gebeizt und mit mehreren F’arben, roth, gelb,blau oder grün, gefärbt. Der rothe wird vor dem Ger-ben, die übrigen nachher gefärbt.
2 ) Das Weifsgerb f./i besteht in einer Zubereitung derHäute, bei welcher, nach dem Schaben und Wegnehmender Haare, dünnere Häute in eine gemengte Auflösung vonAlaun und Kochsalz gelegt werden. Diese Salze zersetzen