Die Haut.
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logie gehören, so verdienen doch die theoretischen Grund-begriffe des Technischen derselben hier angeführt zu wer-den. —
1) Das Gerben hat den Endzweck, aus dickeren Häu-ten Sohlenleder, und aus dünneren Fellen sogenanntesOberleder zu bereiten. Zu diesem Endzweck werden dieHäute in fliefsendem Wasser aufgeweicht und nachher aufder inneren Seite, durch Schaben mit einem eigentbüm-lich geformten Messer, von anhängendem Zellgewebe undden inneren losesten Theilen befreit. Darauf werden siein ein Gemenge von Wasser und Kalkhydrat gelegt, unddarin so lange liegen gelassen, bis sich Haare und Ober-haut ablösen; nachdem diefs geschehen ist, werden sieentweder in reinem Wasser oder besser in saurem Was-ser aufgeweicht, in Wasser nämlich, welches man mitSchwefelsäure, Holzessig oder Theerwasser vermischt hat,oder, in Ermangelung der letzteren, in Wasser, welchesman durch eingemengte Kleie in Essiggährung versetzt hat.Indem dabei die Säure die Haut durchtränkt, schwilltdiese auf, weshalb diese Operation das Schwellen derHäute genannt wird. Sobald sie hinlänglich geschwollensind, werden sie schichtweise mit der gemahlenen gerb-stoffhaltigen Pflanzensubstanz in grofse Kufen gelegt, dar-auf Wasser gegossen, welches den Gerbstoff auszieht, derauf diese Weise mit der Haut in Berührung kommt, undvon ihr eingesogen wird, ohne mit der Luft in Berührungzu kommen und von ihr in Absatz verwandelt zu werden.Die erste zum Gerben dienende Flüssigkeit darf nicht zureich an Gerbstoff sein, weil sie sonst nur an der Ober-fläche gerbt, indem ihr Zutritt zu dem Innern der Hautabgehalten wird. Von Zeit zu Zeit werden die Häute mitfrischer gerbender Masse bestreut, und zum Schlufs wirddiese mit einer starken Infusion von derselben gerbstoff-halligen Pflanzensubstanz übergossen. Je langsamer die Con-centrirung des Gerbstoffs in der Lange vor sich geht, undje stärker sie zuletzt ist, um so besser und fester wird dasLeder.
H. Davy fand, dafs 100 Th. Kalbfell, in einer con-