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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
281
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Die Haut.

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von kochendem Wasser zu Leim aufgelöst zu werden. DieHaut ist verschieden dick; auf dem Rücken ist sie vieldicker als auf dem Rauche, und an vielen Stellen hat sieunmittelbar unter sich eine dicke Schicht von mit Fettgefülltem Zellgewebe, die bedeutend dazu beiträgt, dieWärme in den darunter liegenden Theilen von der äufse-ren Lufttemperatur unabhängig zu machen.

Stellt man sich vor, man habe ein Stück frischer Hautausgeschnitten, und auf der inneren Seite von Fett undZellgewebe, auf der äufseren von Haaren, Epidermis undCorpus papillare befreit, so enthält diese Haut, aufserden Fasern, woraus ihr Gewebe eigentlich besteht, eineMenge, allen lebenden, weichen, festen Theilen gemein-schaftlicher Flüssigkeiten, nebst Zellgewebe und feinen Ge-fäßen. Wien holt hat die relativen Proportionen be-stimmt und folgendes procentische Resultat erhalten:

Eigentliches Hautgewebe (Zellgewebe und

Gefäfse mit einbegriffen).32,53

- Eiweifs. 1,54

I Extractartige Materie, löslich

. j in Alkohol. 0,83

iisstg eiten . Extractartige Materie, nur in

I Wasser löslich .... 7,60

V Wasser. 57,50

100 , 00 .

Die Bestandtheile der Flüssigkeiten können ziemlichgut durch Aufweichung der Haut in Wasser ausgezogenwerden. Trocknet man sie nachher, so wird sie gelblich,halb durchscheinend und steif, aber biegsam und nichtspröde. Aether nimmt daraus viel Fett auf. Durch Auf-weichung in Wasser nimmt sie ihre vorige Weichheit wie-der an. Bei gewöhnlicher Temperatur ist sie in Wasserunlöslich ; kocht man aber die aufgeweiclue'Haut längereZeit mit Wasser, so schrumpft sie anfangs zusammen, wirdauf der äufseren Seite convex, weil die Zwischenräumeauf der inneren Seite am gröfsten sind, erhärtet, wird steifund elastisch; allein nacli länger fortgesetztem Kochen fängtsie an zu erweichen, schleimig und durchscheinend zu wer-