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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Die Iiant.

diese Abscheidung eigentlich nicht zit den Excretionen, diehauptsächlich in dem von den Nieren abgeseihten Urinund dem Schweifse, oder der durch die Haut ausgesonder-ten Ausdunstung, bestehen, welche wir nun hier betrach-ten wollen. Sie haben das mit einander gemeinschaftlich,dafs sie beide freie Säure enthalten und im frischen Zu-stande das Lackmuspapier röthen, und dafs eine derselbenbis zu einem gewissen Grade die andere ersetzen kann.

A. Die Haut und ihre Fortsetzungen und Aus-sonderungen.

Mit der Beschreibung der Ausdunstung und ihres Se-cretionsorgans, der Haut, werde ich auch die Beschreibungderjenigen Materien verknüpfen, welche die äufsere Be-deckung des thierischen Körpers oder Theile davon bil-den, wie Haare, Wolle, Federn, Schuppen, Nägel, Klauen,Hufe.

Die Haut besteht eigentlich aus drei Theilen: a) dereigentlichen Haut (Corium), b) dem gefäfsreichen Abson-derungsorgan (Corpus papillare), und c) zu oberst aus derOberhaut (Epidermis), die im verdickten Zustande einenTheil der eben aufgezählten Haut-Fortsetzungen ausmacht.

a) Die eigentliche Haut (Corium) umgibt zunächstdie Muskeln und Knochen. Es befestigen sich selbst einigeMuskeln darin, beim Menschen nur im Gesicht und amHalse, bei anderen Thieren aber auch an anderen Stellen.

Die eigentliche Haut ist eine Verwebung von unend-lich vielen zarten Fasern, die an verschiedenen Stellen un-gleich deutlich sind. Sie durchkreuzen sich in allen mög-lichen Richtungen und lassen eine Menge feiner Oeffnun-gen zwischen sich, die auf der inneren Seite der Haut wei-ter sind, und nach der Oberfläche enger werden. Diesekonischen Kanäle gehen nicht gerade, sondern schief aus,sind mit Zellgewebe erfüllt, und nehmen die durch dieHaut zum Absonderungsorgane gehenden Gefülse und Ner-ven auf. Das die Haut bildende Gewebe von Fasern be-steht aus derselben Masse, wie die serösen Häute, derKnorpel und das Zellgewebe, welche die Eigenschaft haben,