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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Excretionen und ihre Organe.

schling, die überdiefs noch nicht einmal auf rein factischemWege erwiesen ist. Es kann daher immer noch die Ver-muthung übrig bleiben, dafs die vom Darmkanal atifge-sogenen Theile der Nahrungsstoffe vielleicht in den Saug-adern selbst, oder ihren Drüsen, durch den Einflufs derNerven allmählig ihre elementaren Bestandtheile wechseln,so dafs von den hineingelangten aufgelösten Stoffen all-mählig Faserstoff, Farbstoff, Eiweifs u. s. w. gebildet wer-den. Dafs sich diese in den Saugadern des Darmka-nales, auch wenn keine Verdauung statt hat, vorfinden,beweist nichts dagegen, weil die Lymphe dieselben Be-standtheile enthält, und weil die Saugadern im Darmka-nale, zwischen den Verdauungszeiten, von Lymphe, oderder Flüssigkeit, welche von den allgemeinen Wechselope-rationen des Lebens in sie eingebracht wird, gefüllt wer-den müssen, obgleich sie während des Verdauungsprozes-ses in ihren Drüsen zugleich einen chemischen Prozefs mitden Stoffen vornehmen, welche dann von der Masse imDarmkanal aufgenommen werden. So lange man indessennichts weiter kann, als eine Vermutlmng durch eine an-dere ersetzen, bleibt die Frage unentschieden.

IY, Die Excretionen und deren Organe.

Unter Excretionen verstehen wir die Abseihung vonsolchen Flüssigkeiten, die dazu bestimmt sind, ohne vor-hergehende Anwendung zu einem anderen Behufe, auf di-rectem Wege aus dem Körper ausgeleert zu werden. DieTheile des lebenden Körpers, welche durch Vollziehungihrer Verrichtungen sich so verändern, dafs sie zu einerferneren Anwendung unbrauchbar geworden sind, werdenauf drei Wegen aus dem Körper geschafft, nämlich durchdie Lungen, die Nieren und die Haut. Bei Abhandlungdes Athmens haben wir gesehen, dafs eine gewisse Mengeder Bestandtheile des Blutes durch Berührung mit der Luftzu Kohlensäure und Wasser verbrannt, und ein Theil desmit dem Kohlenstoff und Wasserstoff verbundenen Stick-stoffes gasförmig entwickelt wird. Gleichwohl rechnen wir