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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Chylus.

Uebergang der Flüssigkeit zu alkalischer Beschaffenheit zuerklären, selbst wenn man annimmt, dals sich die Bestand-teile des Blutes derselben beimischen; denn das Alkalider letzteren müfste wohl auch einmal durch die bestän-dig zugeführten sauren Flüssigkeiten neutralisirt werden.Indessen hat die Erfahrung gezeigt, dafs Salze von alkali-scher Basis mit brennbaren Säuren, bei ihrem Durchgängedurch den Körper, zersetzt werden und ihre Basis kohlen-sauer durch den Urin weggeführt wird. Es ist daher wahr-scheinlich, dafs ein Theil des Chylificationsprozesses in derZersetzung der Milchsäure besteht, wodurch das Alkalifrei wird, welches damit gesättigt war.

Die Frage: was ist nun von der 'Nahrung gekom-men? kann selbst nach dieser langen Untersuchung nochnicht beantwortet werden.Bedenkt man jedoch, fügenTiedemann und Gmelin hinzu, welche Veränderungenmehrere Nahrungsstoffe schon im Darmkanal erleiden, mitwie vielen aus der Darmhaut abgesonderten Flüssigkeitensie daselbst vermischt werden, wie viele Bestandiheile vomBlute noch weiter in dem lymphatischen System hinzu-kommen, so darf man sich nicht wundern, dafs es uns inden meisten Fällen unmöglich wurde, in der geringenMenge von Chylus, die zur Analyse verwendet werdenkonnte, mit Sicherheit Spuren der genossenen Nahrung inverändertem oder unverändertem Zustande wiederzufinden.Ueberdiefs war es unmöglich, wieder Eiweifs und anderesolche Nahrungsstoffe aufzusuchen, welche sich in den se-cernirten Flüssigkeiten des Darmkanales und im Blute schonfinden, weil wir nicht unterscheiden konnten, was vonder Nahrung herstammte, und was dem Thiere selbst an-gehörte. Es blieb nur folgende Erfahrung übrig: 1) Nachverzehrter Butter wurde der Chylus übermäfsig reich anFett, und 2) nach verzehrter Stärke konnte in dem Chy-lus eines Flundes Zucker entdeckt werden/ 1 '

Hierbei möchte indessen zu erinnern sein, dafs Tie-demann und Gmelin in ihrem Raisonnement vielleichtzu viel Gewicht auf das legen, was vom Blute in denChylus eingefükrte Bestandtheile sein sollen, eine Einmi-